Journal: Irlen-Farbfolien führen zu einer Leseverbesserung

Mittelohrentzündungen in der frühen Kindheit tauchen gelegentlich in der LRS-Ratgeberliteratur als mögliche Ursache einer Legasthenie auf. Azab und Rhman führten nun zu diesem Thema eine Studie durch und untersuchten die Lesefertigkeit (Lesetest, Benennungsgeschwindigkeit, phonologische Bewusstheit) bei Kindern mit mindestes vier Mittelohrentzündungen vor dem zweiten Lebensjahr. Natürlich wurde auch eine Kontrollgruppe gebildet.

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Review von Döpfner über mögliche Effekte von ungesättigten Fettsäuren auf die ADHS-Symptomatik

In der Fachzeitschrift „Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie“ fassten Jan Frölich und Manfred Döpfner die gegenwärtige empirische Befundlage zu möglichen Therapieeffekten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren Weiterlesen

Rezension: Generation ADHS von Manfred Gerspach

Manfred Gerspach war bis Mitte 2014 Professor an der Hochschule Darmstadt im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit. Nun ist von ihm im Kohlhammer Verlag ein 213 Seiten starkes Buch mit dem Titel “Generation ADHS – den “Zappelphilipp” verstehen” erschienen. Das Hauptanliegen von Gerspach ist es, die neurophysiologischen Erklärungen durch pädagogische Erklärungsmodelle zu ersetzen. Hier greift Gerspach in erster Linie auf psychodynamische Theorien zurück. Den medikamentösen Therapieansätzen stellt der Autor pädagogische Antworten entgegen.

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Unterschiedliches Arbeitsgedächtnisprofil bei Lesestörung und Rechtschreibstörung

In einer Studie untersuchten Brandenburg et al. die Arbeitsgedächtnisdefizite von Schülern mit Lesestörung und Schülern mit Rechtschreibstörung. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Journal of Learning Disabilities veröffentlicht. Es zeigte sich, dass Kinder mit einer Lesestörung Defizite in der zentralen Exekutive zeigen und Kinder mit einer Rechtschreibstörung Auffälligkeiten in der Phonologischen Schleife aufweisen.

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DTK-II erschienen – Depressionstest für Kinder

Der Depressionstest für Kinder (kurz DTK) von Peter Rossmann ist ein bewährtes Verfahren um psychosomatische Auffälligkeiten und Selbstwertprobleme bei Kindern zu erfassen. In der Kombination mit dem Angstfragebogen für Schüler (AFS) erhält man so erste valide Informationen über eine mögliche psychische Begleitsymptomatik bei Legasthenie und Dyskalkulie.

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Vier von hundert Kindern in China haben eine Legasthenie

Im Gegensatz zu westlichen Ländern finden sich zu China noch verhältnismäßig wenig Studien zur Prävalenz der Legasthenie. Zhao Sun und Kollegen haben nun eine sehr große Studie über die Häufigkeit der Legasthenie bei Schülern durchgeführt. Untersucht wurden Schüler von 9 Grundschulen aus fünf Distrikten der Stadt Qianjiang, die mit knapp über 1 Millionen Einwohner als mittelgroße Stadt in China gilt. Insgesamt konnten die Daten von 5536 Schülern der dritten bis sechsten Klasse erhoben werden.

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Journal für Legasthenietherapie: Zwei-Wege-Modell und schulische Karrierevorstellungen bei Legasthenie

In der aktuellen Ausgabe des Journals für Legasthenietherapie werden die Ergebnisse einer klassischen Studie zum Zwei-Wege-Modell des Lesens kurz skizziert. Wissenschaftler untersuchten, ob Schüler mit Legasthenie Buchstabe für Buchstabe lasen oder Wörter auf einen Blick erfassten Weiterlesen

Frühgeborene haben kein erhöhtes Risiko für eine spezifische Rechenstörung

Zu früh geborene Kinder leiden nicht häufiger an einer Rechenstörung als Kinder, die nach regulärer Schwangerschaftsdauer zur Welt gekommen sind. Das ergaben Analysen der Bochumer Entwicklungspsychologin Dr. Julia Jäkel und ihrer Kollegen – im Gegensatz zu vorangegangenen wissenschaftlichen Untersuchungen. Anders als frühere Studien bezogen die Forscher den IQ der Kinder in ihre Berechnungen mit ein.

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Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychologie und der Neurowissenschaften, das sich mit den Auswirkungen von Prozessen des zentralen Nervensystems auf das Verhalten beschäftigt. Im Bereich der Ätiologie der Lese-Rechtschreibstörung bedeutet dies in erster Linie Auffälligkeiten neuronaler Funktionen bei Personen mit Problemen im Lesen zu finden, um so die Ursachen der Problematik besser verstehen zu können. Wenn dann ein Buch zu dieser Thematik erscheint, ist das Interesse natürlich groß, denn Publikationen, die versuchen, dieses Wissen um dysfunktionale Prozesse im Gehirn bei Leseproblemen verständlich aufzubereiten, sind selten.

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