Archiv der Kategorie: Studien

Kinder mit Dyskalkulie zeigen kein spezifisches kognitives Profil

Marije D.E. Huijsmans, Tijs Kleemans und Evelyn H. Kroesbergen aus den Niederlanden wollten wissen, hinsichtlich welcher kognitiver Faktoren sich Kinder mit Dyskalkulie (mathematical learning difficulties, MLD) von Kindern ohne Schwierigkeiten im Bereich Mathematik unterscheiden. Ihre Studie veröffentlichten sie in der Zeitschrift Journal of Experimental Child Psychology.

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Mittelohrentzündungen gehen mit späteren Leseproblemen einher

Mittelohrentzündungen in der Kindheit tauchen gelegentlich in der LRS-Ratgeberliteratur als mögliche Ursache einer Legasthenie auf. Der Gedanke dahinter ist, dass sich die Flüssigkeit, die sich während einer Mittelohrentzündung im Mittelohr ansammelt und durch den entstehenden Hörverlust Probleme bei der Diskrimination von Lauten entstehen. Diese wiederum können dann zu Problemen bei der Sprachentwicklung führen. Da das Lesen und Schreiben Lernen durch Sprachprobleme negativ beeinflusst werden kann, ist ein entsprechender Zusammenhang zwischen Mittelohrentzündungen und einer LRS-Symptomatik denkbar.

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Dyskalkulie lässt sich im Alter von drei Jahren vorhersagen

 In einer Ätiologiestudie aus Deutschland untersuchten Ulrike Kuhl vom Max-Planck Institut in Leipzig und Kollegen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren mit Hilfe eines MRT und schauten, welche dieser Kinder drei bis vier Jahre später Probleme in Mathematik entwickelten. Es zeigte sich, dass Kinder, die später Schwierigkeiten entwickelten, im Kindergartenalter Auffälligkeiten im rechten posterioren parietalen Cortex Weiterlesen

Verbesserung zweier Lesekennwerte durch transkranielle Stimulation

Nachdem Floriana Costanzo, Deny Menghini und weitere Wissenschaftler aus Rom zeigen konnten, dass durch eine einmalige 20minütige transkranielle Stimulation Kinder mit Legasthenie ihre Lesefehler verringern konnten, untersuchten sie in einer weiteren Studie die Effekte einer mehrmaligen Stimulierung entsprechender Gehirnbereiche über einen längeren Zeitraum. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift Restorative Neurology and Neuroscience.

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LRS: Defizitäre auditive Verarbeitung auch bei nichtsprachlichen Reizen

Corinna Christmann, Thomas Lachmann und Claudia Steinbrink sind Wissenschaftler von der Universität in Kaiserslautern, die eine gut konzipierte Studie durchführten, um herauszufinden, ob Defizite in der auditiven Verarbeitung bei Legasthenie sich nur auf Sprachreize beziehen oder auch auf andere auditive Reize. Ihr Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift Journal of Speech, Language and Hearing Research. Weiterlesen

Kleinhirn spielt wichtige Rolle in der Ätiologie der Legasthenie

Im Rahmen der Ätiologieforschung der Legasthenie versuchen Wissenschaftler unter anderem, Auffälligkeiten im Gehirn von Personen mit Legasthenie zu finden, umso mehr über das Störungsbild zu erfahren und langfristig eine bessere Diagnostik und Therapie entwickeln zu können. In einer Studie wurde nun versucht die Gehirnareale zu bestimmen, mit deren Hilfe man Personen mit LRS am besten von Personen ohne LRS Weiterlesen

Journal: Wie sieht die optimale Schrift für Kinder mit Legasthenie aus?

Gibt es bestimmte Schriften bzw. Merkmale beim Textlayout, die sich bei Kindern mit Legasthenie positiv auf das Lesen auswirken? Hätte man entsprechende Schriften, so könnte man das Lesen für Kinder mit Legasthenie erleichtern, was sich in Form von häufigerem Lesen auch auf die Lesefertigkeit positiv auswirken sollte. Mirela Duranovic und Kollegen gingen dieser Fragestellung nach und untersuchten bei welchen von fünf Schriften, Kindern mit Legasthenie das Lesen leichter fällt.

Immer wieder fiel bei der Untersuchung von Kindern mit Legasthenie auf, dass diese Probleme bei der motorischen Koordination und beim motorischen Lernen zeigten. Dies lenkte die Aufmerksamkeit auf das Kleinhirn, was bei allen motorischen Prozessen wie auch beim Lernen eine zentrale Rolle spielt. Forschungsergebnisse mündeten in die Kleinhirndefizithypothese der Legasthenie.  Van Oers et al. aus den Niederlanden überprüften nun in einer Studie diese Zusammenhänge erneut. An der Studie nahmen jeweils 26 Studenten mit und ohne Legasthenie teil.

Die Ergebnisse dieser beiden Studien werden kompakt in der aktuellen Ausgabe des Journals für Legasthenie beschrieben. Alle Themen dieser Ausgabe unter der angegebenen URL.

Inhalte der Ausgabe 12/2018