Rezension: Generation ADHS von Manfred Gerspach

Manfred Gerspach war bis Mitte 2014 Professor an der Hochschule Darmstadt im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit. Nun ist von ihm im Kohlhammer Verlag ein 213 Seiten starkes Buch mit dem Titel “Generation ADHS – den “Zappelphilipp” verstehen” erschienen. Das Hauptanliegen von Gerspach ist es, die neurophysiologischen Erklärungen durch pädagogische Erklärungsmodelle zu ersetzen. Hier greift Gerspach in erster Linie auf psychodynamische Theorien zurück. Den medikamentösen Therapieansätzen stellt der Autor pädagogische Antworten entgegen.

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Unterschiedliches Arbeitsgedächtnisprofil bei Lesestörung und Rechtschreibstörung

In einer Studie untersuchten Brandenburg et al. die Arbeitsgedächtnisdefizite von Schülern mit Lesestörung und Schülern mit Rechtschreibstörung. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Journal of Learning Disabilities veröffentlicht. Es zeigte sich, dass Kinder mit einer Lesestörung Defizite in der zentralen Exekutive zeigen und Kinder mit einer Rechtschreibstörung Auffälligkeiten in der Phonologischen Schleife aufweisen.

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DTK-II erschienen – Depressionstest für Kinder

Der Depressionstest für Kinder (kurz DTK) von Peter Rossmann ist ein bewährtes Verfahren um psychosomatische Auffälligkeiten und Selbstwertprobleme bei Kindern zu erfassen. In der Kombination mit dem Angstfragebogen für Schüler (AFS) erhält man so erste valide Informationen über eine mögliche psychische Begleitsymptomatik bei Legasthenie und Dyskalkulie.

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Vier von hundert Kindern in China haben eine Legasthenie

Im Gegensatz zu westlichen Ländern finden sich zu China noch verhältnismäßig wenig Studien zur Prävalenz der Legasthenie. Zhao Sun und Kollegen haben nun eine sehr große Studie über die Häufigkeit der Legasthenie bei Schülern durchgeführt. Untersucht wurden Schüler von 9 Grundschulen aus fünf Distrikten der Stadt Qianjiang, die mit knapp über 1 Millionen Einwohner als mittelgroße Stadt in China gilt. Insgesamt konnten die Daten von 5536 Schülern der dritten bis sechsten Klasse erhoben werden.

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Frühgeborene haben kein erhöhtes Risiko für eine spezifische Rechenstörung

Zu früh geborene Kinder leiden nicht häufiger an einer Rechenstörung als Kinder, die nach regulärer Schwangerschaftsdauer zur Welt gekommen sind. Das ergaben Analysen der Bochumer Entwicklungspsychologin Dr. Julia Jäkel und ihrer Kollegen – im Gegensatz zu vorangegangenen wissenschaftlichen Untersuchungen. Anders als frühere Studien bezogen die Forscher den IQ der Kinder in ihre Berechnungen mit ein.

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Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychologie und der Neurowissenschaften, das sich mit den Auswirkungen von Prozessen des zentralen Nervensystems auf das Verhalten beschäftigt. Im Bereich der Ätiologie der Lese-Rechtschreibstörung bedeutet dies in erster Linie Auffälligkeiten neuronaler Funktionen bei Personen mit Problemen im Lesen zu finden, um so die Ursachen der Problematik besser verstehen zu können. Wenn dann ein Buch zu dieser Thematik erscheint, ist das Interesse natürlich groß, denn Publikationen, die versuchen, dieses Wissen um dysfunktionale Prozesse im Gehirn bei Leseproblemen verständlich aufzubereiten, sind selten.

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Neue Homepage des BVL

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Sie war optisch schon ziemlich in die Jahre gekommen, die Webseite des BVL und entsprach so nicht der Bedeutung, die der Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. in Deutschland aufweist. So war es mehr als überfällig, dass die Homepage des Verbandes ein Facelift erhielt.

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RIAS – neuer zeitökonomischer Intelligenztest

Mit dem RIAS gibt es einen neuen Intelligenztest, der für Kinder und Erwachsene normiert ist. Dabei reichen die Normen von 3 bis 99 Jahren. Ein weiteres Kennzeichen des Tests ist die kurze Durchführungsdauer, die mit 20 bis 25 Minutenangegeben ist. Weiterhin gehört zu dem Test auch noch ein entsprechendes Screeningverfahren, dessen Durchführung nur 10 bis 13 Minuten beansprucht.

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ADHS – neue Kriterien im DSM-5

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Tobias Banaschewski und Manfred Döpfner haben in der „Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie“ einen Beitrag über die Änderungen der Diagnosekriterien bei ADHS im DSM-5 verfasst.
So wird ADHS jetzt der Kategorie “Neurodevelopmental Disorders” zugeordnet, in der sich auch der Autismus und die Lese-Rechtschreibstörung befinden. Weiterhin wurden die Beispiele der 18 Symptombeschreibungen weiter ausgeführt. So werden jetzt auch Verhaltensbeispiele von Jugendlichen und Erwachsenen genannt und nicht nur von Kindern.

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