Reinhard Kargl und Christian Purgstaller haben ein neues Trainingsprogramm für Kinder entwickelt, die Probleme beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache aufweisen. Dabei richtet sich das Programm an Kinder mit LRS , kann aber auch bei Schülern ohne Probleme im Lesen und Schreiben zur Verbesserung der englischen Orthografie eingesetzt werden.
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Journal: Einschränkungen im statistischen Lernen bei Legasthenie
In sehr vielen Studien werden bei der Suche nach den ätiologischen Ursachen der Legasthenie phonologische Teilfertigkeiten näher betrachtet, wie zum Beispiel die phonologische Bewusstheit. Da es jedoch auch einen Anteil von Schülern mit Legasthenie gibt, die keine Probleme in diesem Bereich aufweisen, machten sich Wissenschaftler auf die Suche nach anderen, grundlegenderen kognitiven Prozessen, die gestört sein könnten.
So stieß man beispielsweise bei Kindern mit Legasthenie auf die verschiedensten Auffälligkeiten bei Lernprozessen. Dies ermutigte Forscher dazu, die Hypothese aufzustellen, dass Kinder mit LRS im allgemeinen Probleme haben, sich neues Wissen anzueignen, so z.B. beim Erlernen der Laut-Buchstaben-Repräsentationen.
Morphemo – morphematische Rechtschreibung am PC trainieren

Von den beiden Lerntherapeuten Ernst Dostert und Thomas Grüning ist ein neues Therapieprogramm erschienen, das sich ganz dem morphematischen Ansatz verschreibt. Das Programm Morphemo bietet am PC mehrere Übungen, die mit dem Kind die morphematische Rechtschreibstrategie einüben. Die Schüler sollen hier lernen, ihre Rechtschreibung durch das Wissen über verschiedene Wortbausteine wie z.B. Hauptbausteine (Wortstämmen) oder Vorbausteine (z.B. mit-) zu verbessern.
Computerprogramm GUT1 in der Legasthenietherapie
Trainingsprogramme am PC, die das Lesen und Schreiben verbessern sollen, gibt es einige. Manche wurden speziell für die Behandlung der Legasthenie entwickelt, andere kommen aus dem Schulbereich, sind aber auch in lerntherapeutischen Praxen weit verbreitet. Vergleichsweise bekannte Programme sind Uniwort, Celeco und das Budenberg Förderprogramm.
Ein weiteres Programm, auf das man im lerntherapeutischen Umfeld trifft und das gerne empfohlen wird, ist das Computerprogramm GUT1. Dieses Programm stammt von Martin Grund aus Baden-Baden.
Nur schwacher Zusammenhang zwischen Frühindikatoren und LRS

Langzeitstudien bieten die Möglichkeit nach Prädiktoren der Legasthenie im Kindergartenalter zu suchen, die eine spätere Legastheniesymptomatik im Grundschulalter vorhersagen. Eine entsprechende Studie haben die französischen Wissenschaftler um Costa durchgeführt. Sie untersuchten an Kindern im Kindergartenalter mehrere Faktoren, die mit einer Legasthenie
in Zusammenhang stehen und erhoben dann noch einmal bei den selben Schülern die Leserfertigkeit in der fünften Klasse.
Neues Online-Training für Kinder mit Legasthenie
Delfino ist ein neues Onlinetraining zur Verbesserung des Lesens und Schreibens. An der Entwicklung beteiligt waren Angelika Pointner und Martin Schöfl, die beide im Bereich der LRS-Therapie tätig sind.
Das Programm bietet zahlreiche Übungen zur Verbesserung des Lesens und Schreibens, durch die die wichtigsten Bereiche einer Therapie abgedeckt werden
Überarbeitete Auflage von Training Einmaleins
Der Dipl.-Psych. Rainer Mohr hat eine neue Version des Therapieprogramms „Training Einmaleins“ veröffentlicht, das sich an Kinder mit Dyskalkulie richtet. Kern des Programms ist das systematische Lernen der einzelnen Reihen in einer sinnvollen Reihenfolge. Zusätzlich werden einige Rechenstrategien vermittelt. Wichtig für Kinder mit Dyskalkulie ist weiterhin die Aufteilung einer Reihe in zwei Bereiche, um das Auswendiglernen zu erleichtern.
Neuer Rechtschreibtest für Schüler der fünften und sechsten Klasse
Von Méndez, Schneider und Hasselhorn ist der DERET 5-6+ erschienen, ein Rechtschreibtest für Schüler der fünften und sechsten Klasse. Das Besondere: Erstmals findet ein Fließtext-Diktat Eingang in einen normierten Rechtschreibtest
Bei der Nichtbewertung der Rechtschreibung ist ein Hinweis im Zeugnis erlaubt
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 29.07.2015 entschieden, dass es nicht erlaubt ist, im Abschlusszeugnis auf eine Legasthenie hinzuweisen. Jedoch darf im Zeugnis vermerkt werden, dass die Rechtschreibung nicht bewertet wurde. Aufgrund dieses Hinweises ist natürlich für den Betrachter
offensichtlich, dass eine Legasthenie vorliegen muss. Von daher muss die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts für diejenigen, die gehofft hatten, ein Zeugnis ohne besonderen Vermerk zu erhalten, als Niederlage aufgefasst werden.
ADHS-Therapie: modifizierter Mini-Attentioner mit guten Wirksamkeitsnachweisen
Angelika Schlarb et al. führten eine Therapiestudie bei Kindern mit Aufmerksamkeitsproblemen durch, in der sie eine modifizierte Version des Attentioner-Trainingsprogramms, den Mini-Attentioner, hinsichtlich seiner Effektivität untersuchten. Der Mini-Attentioner wurde konzipiert, um ein adäquates Therapiematerial für Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen im Alter zwischen 6 und 9 Jahren zur Verfügung zu haben. Mit Hilfe des Trainingsprogramms soll die fokussierte und geteilte Aufmerksamkeit verbessert werden.