Fachbuch für Dyskalkulie

Von Karin Landerl, Liane Kaufmann und Stephan Vogel ist die dritte aktualisierte Fassung des Buchs “Dyskalkulie: Modelle, Diagnostik und Intervention” erschienen. Während es im Bereich Legasthenie mehrere Bücher gibt, die für Fachleute das Thema Legasthenie kompetent aufbereiten, finden sich für den Bereich Rechenschwäche deutlich weniger Titel.

Das 256 Seiten starke Buch ist bei UTB erschienen und beschreibt nach dem ungestörten Erwerb des Rechnens und mathematischen Denkens u.a. die neurokognitiven Defizite der Dyskalkulie. Dabei finden sich zahlreiche Ergebnisse von Studien aus diesem Bereich. Im Rahmen der Diagnostik werden aktuelle Testverfahren beschrieben. Auch der Bereich der Therapie wird ausführlich behandelt. Das Inhaltsverzeichnis findet sich unter dem angegebenen Link.

Inhaltsverzeichnis

Neuer Rechentest für Schüler der siebten und achten Klasse

Nachdem mit dem DEMAT 5+, DEMAT 6+ und DEMAT 9 auch Rechentests für die weiterführende Schule zur Verfügung stehen, hat sich die Testsituation für ältere Schüler mit Dyskalkulie etwas verbessert, weist jedoch noch Lücken auf. Nun steht mit dem Eggenberger Rechentest für Jugendliche und Erwachsene (ERTJE) ein weiteres Verfahren zur Verfügung. Dabei weist der ERTJE einen recht großen Gültigkeitszeitraum auf, nämlich von Beginn der siebten bis Ende der achten Klasse. Darüber hinaus kann das Testverfahren auch für Schüler nach dem Schulabschluss angewandt werden.

Der Test besteht aus 16 Skalen, die vier großen Bereichen zugeordnet werden, nämlich den mathematischen Ordnungsstrukturen, den arithmetischen Fertigkeiten, den Größenbeziehungen und der angewandten Mathematik. Die Bearbeitungszeit wird mit 20 bis 80 Minuten angegeben. Wird das Verfahren in der Schule durchgeführt, sind also zwei Schulstunden notwendig. Eine Pause kann durchgeführt werden.

Die Retestreliabilität ist sehr hoch und die Testergebnisse korrelieren mit der Mathematiknote in Höhe von r = .61. Die Normierung fand an 2400 Schülern statt. Für die Auswertung stehen neben Prozenträngen auch T-Werte zur Verfügung. Weitere Informationen unter dem angegebenen Link.

ERTJE

Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychologie und der Neurowissenschaften, das sich mit den Auswirkungen von Prozessen des zentralen Nervensystems auf das Verhalten beschäftigt. Im Bereich der Ätiologie der Lese-Rechtschreibstörung bedeutet dies in erster Linie Auffälligkeiten neuronaler Funktionen bei Personen mit Problemen im Lesen zu finden, um so die Ursachen der Problematik besser verstehen zu können. Wenn dann ein Buch zu dieser Thematik erscheint „Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ weiterlesen

Rezension: „Wie Kinder rechnen lernen und dabei Spaß haben“ von Johannes Hinkelammert

rechnen-lernenJohannes Hinkelammert ist Lehrer, Lerntherapeut und entwickelt schon seit vielen Jahren Lernspiele, die bei Kindern mit Problemen im Rechnen spezifische Teilkomponenten einüben. Nun hat der Autor ein Förderkonzept veröffentlicht, das ausschließlich aus Rechenspielen besteht. Grundidee von Hinkelammert ist dabei, sich die wesentlichen Inhalte der Förderung mit Hilfe von Lernspielen anzueignen. „Rezension: „Wie Kinder rechnen lernen und dabei Spaß haben“ von Johannes Hinkelammert“ weiterlesen

SGA-Status bei Frühgeborenen beeinflusst späteres Dyskalkulierisiko

Frühgeburt DyskalkulieJulia Jaekel von der Uni Bochum und Prof. Dieter Wolke untersuchten, ob eine zu frühe Geburt, das Risiko erhöht, später eine Dyskalkulie zu entwickeln. Die beiden Wissenschaftler untersuchten insgesamt 922 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 8 Jahren auf das Vorhandensein einer Rechenstörung und setzten diese Ergebnisse in Relation zum Geburtstermin. „SGA-Status bei Frühgeborenen beeinflusst späteres Dyskalkulierisiko“ weiterlesen