Neuer Rechentest für Schüler der siebten und achten Klasse

Nachdem mit dem DEMAT 5+, DEMAT 6+ und DEMAT 9 auch Rechentests für die weiterführende Schule zur Verfügung stehen, hat sich die Testsituation für ältere Schüler mit Dyskalkulie etwas verbessert, weist jedoch noch Lücken auf. Nun steht mit dem Eggenberger Rechentest für Jugendliche und Erwachsene (ERTJE) ein weiteres Verfahren zur Verfügung. Dabei weist der ERTJE einen recht großen Gültigkeitszeitraum auf, nämlich von Beginn der siebten bis Ende der achten Klasse. Darüber hinaus kann das Testverfahren auch für Schüler nach dem Schulabschluss angewandt werden.

Der Test besteht aus 16 Skalen, die vier großen Bereichen zugeordnet werden, nämlich den mathematischen Ordnungsstrukturen, den arithmetischen Fertigkeiten, den Größenbeziehungen und der angewandten Mathematik. Die Bearbeitungszeit wird mit 20 bis 80 Minuten angegeben. Wird das Verfahren in der Schule durchgeführt, sind also zwei Schulstunden notwendig. Eine Pause kann durchgeführt werden.

Die Retestreliabilität ist sehr hoch und die Testergebnisse korrelieren mit der Mathematiknote in Höhe von r = .61. Die Normierung fand an 2400 Schülern statt. Für die Auswertung stehen neben Prozenträngen auch T-Werte zur Verfügung. Weitere Informationen unter dem angegebenen Link.

ERTJE

MBK 1+ – neuer Rechentest für Schüler der ersten Klasse

Marco Ennemoser, Kristin Krajewski und Daniel Sinner haben den Test mathematischer Basiskompetenzen ab Schuleintritt, kurz MBK 1+, entwickelt und veröffentlicht. Er trifft Aussagen über die Qualität mathematischer Basiskompetenzen, die eine wichtige Voraussetzung für das Lösen späterer schulischer Mathematik- und Rechenaufgaben darstellen.

Der Test ist schon sechs Wochen nach Schuleintritt gültig und bietet detaillierte Normwerte für die ganze erste Klasse. Die Normierungsstichprobe fand an über 6000 Schülern aus dem ganzen Bundesgebiet statt. Für jedes der vier Schulquartale stehen einzelne Normierungstabellen zur Verfügung, sodass der Lernfortschritt in der Schule berücksichtigt wird. Weiterhin werden auch Normwerte für Schüler der zweiten und vierten Klasse mitgeliefert, die vermutlich aber nicht die gleiche Qualität aufweisen wie für Schüler der ersten Klasse, für die das Verfahren eigentlich konzipiert wurde.

Auf der MBK 1+ beiliegenden CD-ROM befindet sich ein Auswertungsprogramm, mit dessen Hilfe für den jeweiligen Testtag gültige Testwerte berechnet werden können.

Der Test bietet eine Kurzversion und eine Langversion. Für die Kurzversion geben die Testautoren eine Bearbeitungsdauer von 12 Minuten und für die Langversion eine Testzeit von 21 Minuten an, sodass der MBK 1+ als ökonomisches Verfahren angesehen werden kann.

Zur Abklärung der prognostischen Qualität des MBK 1+ haben Ennemoser et al. die Testergebnisse ihrer Schüler mit Testwerten etablierter Verfahren zu Beginn und zum Ende der zweiten Klasse korreliert. Hier zeigten sich recht hohe Korrelationen zwischen r = .71 und r = .74. Weitere Informationen auf der Homepage der Testzentrale.

https://www.testzentrale.de/shop/test-mathematischer-basiskompetenzen-ab-schuleintritt.html

Rechentest für Schüler der fünften und sechsten Klasse: DEMAT 5+

Mit dem Demat 5+ liegt ein Verfahren vor, das bei Schülern der fünften und sechsten Klasse eingesetzt werden kann. Normierte Rechentests werden benötigt, um eine möglichst objektive Bewertung der mathematischen Leistungen vorzunehmen und diese quantifizierbar zu machen. Für die Dyskalkuliediagnostik werden Tests aus der DEMAT-Reihe häufig zur Eingangsdiagnostik verwendet, jedoch auch, um Therapiefortschritte oder einen weiteren Therapiebedarf zu ermitteln „Rechentest für Schüler der fünften und sechsten Klasse: DEMAT 5+“ weiterlesen

Rechentest – Abschätzung des Dyskalkulie-Risikos zum Zeitpunkt der Einschulung

ERT 0+Von Lenart, Schaupp und Holzer ist ein neuer Test erschienen, der zum Ende des Kindergartenalters bis zur Mitte der ersten Klasse eingesetzt werden kann. Der Eggenberger Rechentest 0+ (ERT 0+) misstmit Hilfe von 17 Skalen die mathematischen Vorläuferfertigkeiten. Finden sich hier schlechte Werte stellt dies ein deutliches Risiko für eine spätere Dyskalkulie dar. „Rechentest – Abschätzung des Dyskalkulie-Risikos zum Zeitpunkt der Einschulung“ weiterlesen