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Die progressive Muskelrelaxation (auch progressive Muskelentspannung) wurde von Edmund Jacobson entwickelt. Er entdeckte, dass das zentrale Nervensystem durch die muskuläre Anspannung beeinflusst wird, sowie dass das zentrale Nervensystem auch auf die muskuläre Anspannung Einfluss nehmen kann.
Das bedeutet, dass bei psychischer Anspannung sich der Muskeltonus erhöht, wie auch, dass bei psychischer Entspannung der Muskeltonus sinkt. Entsprechend der Reziprozitätsprämisse gilt: Ein erhöhter Muskeltonus führt zu psychischer Anspannung und ein entspannter Muskeltonus führt zu psychischer Entspannung. Dies stellt das Kernprinzip der Progressiven Muskelrelaxation dar:
Bei der progressiven Muskelrelaxation wird der körperliche Entspannungszustand schrittweise für jede Muskelgruppe erarbeitet. Der Klient erhält dabei die Aufgabe einzelne Muskelgruppen für einige Sekunden anzuspannen und im Anschluss die Anspannung zurückzunehmen. Die daraus folgende körperliche Reaktion der entsprechenden Muskelgruppe ist dann eine deutliche Veringerung des Muskeltons, was eine Entspannung der Muskelgruppe darstellt.
Jede Muskelgruppe (z.B. rechter Arm) durchläuft verschiedene Phasen:
Die verschiedenen Trainingsprogramme legen bei der PMR unterschiedliche Übungsschwerpunkte. Im Originaltraining von Jacobson wurden 30 verschiedene Muskelgruppen bearbeitet, Bernstein und Borkovec (1975) beschreiben ein ökonomischeres Training, das insgesamt 16 Muskelgruppen umfasst, im Laufe des Trainings auf 7 Muskelgruppen und schließlich auf 4 Muskelgruppen zusammengefasst wird.
Hier einige spezifische Programme, die für Kinder und Jugendliche entwickelt wurden:
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- Überblick über die verschiedenen Entspannungsverfahren
bei Kindern und Jugendlichen
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- Symptomatik und Diagnostik von Stress bei Kindern.
Kurze Darstellung der Trainingsprogramme.
Genannte Quellen
Goldbeck, L., Schmid, K. (2003). Effectiveness of autogenic relaxation training on children and adolescents with behavioral and emotional problems. Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 42 (9), 1046-1054.
Kröner-Herwig, B., Plump, U., Pothmann, R. (1992). Progressive Relaxation und EmG-Biofeedback in der Therapie von chronischem Kopfschmerz bei Kindern. Der Schmerz, 6, 121-127.
Platania-Solazzo, A., Field, T.M., Blank, J., Seligmann, F., Kuhn, C., Schanberg, S., Saab, P. (1992). Relaxation therapy reduces anxiety in child an adolescent psychiatric patients. Acta Paedopsychiatrica, 115-120.
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