|
Home News Links Texte Literatur Newsletter Download Kongress Fortbildung Journal Shop Praxis Kontakt |
||||
Aktuelle Nachrichten
|
|
|
Dyskalkulie: Korrelate späterer mathematischer LeistungenIroise Dumontheil und Torkel Klingberg vom Karolinska Institut in Stockholm untersuchten, ob sich auf Basis von Gehirnaktivitäten in bestimmten Bereichen mathematische Leistungen Vorhersagen lassen. Neben den üblichen Leistungstests (z.B. Rechentests) könnte man entsprechende Verfahren z.B. für die Frühdiagnostik verwenden, um Trainingsprogramme so früh wie möglich durchführen zu können. Dumontheil und Klingberg veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Cerebral Cortex. Frühdiagnostik auf Basis von Leistungstests sind in ihrer Genauigkeit eingeschränkt. So werden Kinder, die später eine Dyskalkulie entwickeln nicht erkannt und Kinder werden als Risikokinder eingestuft, die später keine entsprechende Problematik aufweisen. Die beiden schwedischen Wissenschaftler interessierten sich für neurologische Korrelate mathematischer Leistungen. Hierfür untersuchten sie mittels der Magnetresonanztomografie die Aktivität im Intraparietalen Sulkus während der Durchführung einer Aufgabe für das visuell-räumliche Arbeitsgedächtnis. Wiederholt konnte gezeigt werden, dass die Kapazität des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses mit den mathematischen Leistungen korreliert. 246 Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren führten zahlreiche Tests durch, darunter Rechentests, IQ-Tests und Verfahren zum Testen des verbalen und visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses. Von 46 Personen wurden weiterhin während einer Aufgabe für das visuell-räumliche Arbeitsgedächtnis die Gehirnaktivität mittels MRT erhoben. 24 Monate später wurden noch einmal die mathematischen Leistungen erhoben. Wie zu erwarten, ließen sich mathematische Leistungen recht gut auf Basis der visuell-räumlichen aber auch basierend auf den verbalen Arbeitsgedächtniswerten gut vorhersagen. Durch Hinzunahme der Werte, die durch das MRT gewonnen wurden, verbesserte sich die Vorhersagen der mathematischen Leistungen 24 Monate später deutlich. Auch der Matrizentest nach Raven (schlussfolgerndes Denken) besaß einen Einfluss auf die späteren mathematischen Leistungen. Dumontheil und Klingberg konnten in ihrer Studie zeigen, dass Mithilfe bildgebender Verfahren Vorhersagen mathematischer Leistungen durch die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses und des schlussfolgernden Denkens verbessert werden können. Quelle: (02.11.2011 RM)
|
|
Copyright (c) 2011 by www.legasthenietherapie-info.de