Home  News  Links  Texte  Literatur  Newsletter  Download  Kongress  Fortbildung  Journal  Shop  Praxis  Kontakt

Aktuelle Nachrichten
Überblick

Foto Kind

Neue Studie zeigt: Kinder und Jugendliche mit ADHS sind deutlich benachteiligt

Kinder, die unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, sind im Vergleich zu Kindern ohne ADHS in allen Lebensbereichen deutlich benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Auswertung einer europaweiten Befragung, die soeben im Rahmen des 3. Internationalen ADHS-Kongresses in Berlin vorgestellt wurde. Demnach schneiden Kinder mit ADHS in der Schule deutlich schlechter ab, werden von ihren Schulkameraden seltener eingeladen und haben häufiger ein schwieriges Verhältnis zu ihren Geschwistern. Hinzu kommt, dass die befragten Eltern im Schnitt über zwei Jahre auf eine gesicherte Diagnose für ihr Kind warten mussten.

„Die neuen Daten bestätigen unsere bisherigen Erkenntnisse nun auch auf europäischer Ebene: Kinder und Jugendliche mit ADHS sind in und außerhalb der Schule eindeutig benachteiligt. Wir stehen länderübergreifend vor der drängenden Herausforderung, ihre Situation zu verbessern“, betonte Prof. Dr. Manfred Döpfner, leitender Psychologe an der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Köln, bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Kinder und Jugendliche mit ADHS haben mehr Fehltage in der Schule als ihre Mitschüler (durchschnittlich 7 gegenüber 5). Hinsichtlich ihrer Leistungen zählen sie häufiger zu den „Schlusslichtern“ in der Klasse (26 Prozent gegenüber 12 Prozent). Neben der Schulleistung beeinträchtigt eine ADHS auch die sozialen Beziehungen der Kinder. So ist es für sie beispielsweise schwieriger, unter Gleichaltrigen akzeptiert zu werden und Freundschaften zu schließen. Die Befragung, an der über 2.500 Erwachsene mit ADHS sowie Eltern von Kindern mit ADHS teilnahmen, zeigt zudem, dass Teenager mit ADHS öfter exzessiv Alkohol konsumieren und häufiger in handgreifliche Streitigkeiten geraten als nicht-betroffene Gleichaltrige.

Eine kürzlich veröffentlichte Auswertung von 281 wissenschaftlichen ADHS-Studien durch Shaw et al. (2011) bestätigt die Ergebnisse. Auch diese Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass eine ADHS wichtige Lebensbereiche wie den beruflichen Erfolg, die Gesundheit und das Sozialverhalten negativ beeinflusst.

 „Diese Studienergebnisse nehmen uns in die Pflicht“, kommentiert Renate Schmidt, Schirmherrin der Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“. „Kein Kind in unserer Gesellschaft darf verloren gehen. Diese Gefahr besteht aber bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS, insbesondere wenn sie in schwierigen Verhältnissen aufwachsen“, so Schmidt. Gemeinsam mit Experten aus der Medizin, der Selbsthilfe und dem schulischen Bereich engagiert sich die ehemalige Bundesfamilienministerin für Verbesserungen in Diagnostik und Therapie der ADHS.

Quelle:
gekürzte Pressemitteilung der Informationsseite „ADHS und Zukunftsträume“ vom 10.Juni 2011;

Links:
http://www.adhs-zukunftstraeume.de
http://www.adhs-zukunftstraeume.de/content/pressemitteilungen.aspx

(23.07.2011 RM)

Münchner Rechtschreibtraining
Therapieprogramm für die Behandlung bei Legasthenie für die orthografische Stufe
www.lernmaterialien-shop.de  

  

 

 


 Copyright (c) 2011 by www.legasthenietherapie-info.de