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Studie untersucht Grundschulkinder hinsichtlich psychischer ProblembereicheProf. Manfred Döpfner und Kollegen von der Uniklinik in Köln haben die deutschsprachige Fassung des Teacher´s Report Form (TRF) in Form einer Feldstudie untersucht und die Ergebnisse in der Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie veröffentlicht. Der TRF erhebt in Form eines Fremdurteils durch die Lehrer Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Folgende Problembereiche werden durch den TRF erhoben: “Sozialer Rückzug”, “Körperliche Beschwerden”, “Angst/Depressivität”, “Dissoziales Verhalten”, “Aggressives Verhalten”, “Soziale Probleme”, “Schizoid/Zwanghaft” und “Aufmerksamkeitsprobleme”. Insgesamt gingen in die Feldstudie die Urteile von 204 Lehrern ein, die insgesamt 529 Grundschulkinder mittels des Fragebogens beschrieben. Im Rahmen der Auswertung führten die Wissenschaftler eine Interkorrelation der einzelnen Skalen durch. Dabei zeigte sich zwischen den “Aufmerksamkeitsproblemen” und den “Sozialen Problemen” eine recht hohe Korrelation von .66 und zwischen den “Aufmerksamkeitsproblemen” und dem “Dissozialen Verhalten” ebenfalls ein Zusammenhang von .60. Auch die Korrelation zwischen “Angst/Depressivität” und “Sozialen Problemen” war mit .70 sehr hoch. Die höchste Korrelation, an dem der Faktor “Körperliche Beschwerden” beteiligt war, fand sich mit .38 zum Faktor “Angst/Depressivität”. Weiterhin zeigte sich, dass Kinder mit zunehmendem Alter höhere Werte bezüglich der Skala “Aggressives Verhalten” aufweisen und auch bezüglich des Gesamtwertes auffälliger wurden. Auch wiesen Mädchen auf den Skalen “Dissoziales Verhalten”, “Aggressives Verhalten”, “Soziale Probleme” und “Aufmerksamkeitsprobleme” geringere Werte als Jungen auf. Im internationalen Vergleich zeigten sich die deutschen Kinder deutlich auffälliger als Kinder anderer Länder. Döpfner et al. vermuten jedoch, dass diese erhöhten Werte in der “Wahrnehmung deutscher Lehrer zu suchen” sei, da andere internationale Vergleichsstudien diese Unterschiede nicht zeigten. Die Autoren weisen auch darauf hin, dass die vorhandenen amerikanischen Normdaten - die mangels deutscher Auswertungsdaten oft verwendet werden - zu Messfehlern führen und deutsche Kinder zu schnell als auffällig bewerten. Quelle: (22.06.2011 RM)
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