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ADHS-Diagnosen in Bayern überproportional häufig?In einer aktuellen Umfrage bei Eltern durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa gaben 11 Prozent der Befragten in Bayern an, ihr Kind habe ADHS. Das sind fast zwei Drittel mehr als im Bundesdurchschnitt", sagt Sabine Wagner-Rauh, Gesundheitsexpertin der TK. "Bei den Nachbarn in Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen oder Thüringen sind beispielsweise nur halb so viele Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren vom Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, kurz ADHS, betroffen." so Frau Wagner-Rauh weiter. Für die Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurden zwischen 5. und 18. Januar 2010 bundesweit rund 1.000 Eltern befragt, in deren Haushalt ein Kind zwischen 6 und 18 Jahren lebt. Bestätigt wird die Einschätzung der Eltern durch die Zahl der Verordnungen von Methylphenidatpräparaten. Über 14 Packungen je 1.000 gesetzlich Versicherter wurden im ersten Halbjahr 2009 in Bayern verordnet, bundesweit sind es rund ein 20 Prozent weniger. So hat sich allein in den letzten fünf Jahren rechnerisch der Verbrauch dieser Medikamente verdoppelt. Das lässt befürchten, dass heute diese Präparate leichtfertiger verordnet werden. Weiterhin klagen ein Drittel der bayerischen Mütter und Väter über Störungen bei der Konzentration ihrer Kinder. Im Bundesdurchschnitt gibt das nur jeder Vierte an. Die interessante Umfrage der TK zeigt eine deutlich erhöhte Häufigkeit von Elternberichten über Konzentrationsstörungen und ADHS-Diagnosen in Bayern. Da hier jedoch Elternberichte über ADHS und nicht Auswertungen von Patientenakten angeführt werden bleibt die Datenlage etwas unklar. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die erhöhten Zahlen in Bayern zu erklären. Quelle: Link:
(28.01.2010 RM)
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