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Wissenschaftler
untersuchen ob musikalisches Training positive Effekte
auf LRS und ADHS besitzt
Wissenschafter
der Universitäten Heidelberg und Graz wollen im Rahmen eines Forschungsprojekts
herausfinden, welche Auswirkungen das musikpädagogische Programm JeKi
("Jedem Kind ein Instrument") auf die Hörwahrnehmung und das
Lernverhalten hat und ob sich solche Effekte auch im Gehirn nachweisen lassen.
Die Versuchsteilnehmer sollen zum einen
Kinder ohne Lernprobleme, die außerhalb des JeKi-Programms entweder gar nicht
oder sehr viel musizieren (zum Beispiel im Rahmen von intensivem
Privatunterricht) sein. Zum anderen werden Schüler mit Legasthenie ohne
zusätzlichen Privatunterricht gesucht.
Eine häufige Ursache von Lese-Rechtschreibschwäche sind phonologische Defizite.
Die geplante Studie soll klären, ob musikalisches Training diesen Schwächen
entgegenwirken kann. "Audio- und Neuroplastizität des musikalischen
Lernens (AMseL)" ist der Titel der Untersuchung, die als eines von
insgesamt acht durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
geförderten Forschungsprojekten das JeKi-Programm begleitet.
Die Teams um Dr. Peter Schneider von der Neurologischen Universitätsklinik
Heidelberg und die Psychologin Privatdozentin Dr. Annemarie Seither-Preisler
von der Karl-Franzens-Universität Graz konzentrieren sich bei ihren
Untersuchungen auf die neurologischen und psychologischen Fördereffekte aktiven
Musizierens. "Besonders interessieren uns Veränderungen des Hörens, die
sich auf sprachliche Fähigkeiten auswirken, sowie mögliche Verbesserungen bei
Kreativität, Intelligenz und Aufmerksamkeit. Aber auch etwaige
Leistungssteigerungen beim Lesen, Rechtschreiben und Rechnen sind Gegenstand
der Forschungen", erklärt Seither-Preisler. "Wir erwarten uns von
dieser Studie neue Erkenntnisse darüber, welche Effekte das Instrumentalspiel
auf das kindliche Gehirn und die dort ablaufenden Lernprozesse hat und welche
Instrumente sich bei auditiven Wahrnehmungsstörungen besonders eignen",
blicken die beiden Wissenschafter voraus.
Durchgeführt werden neben psychoakustischen und psychologischen Tests
neurologische Messungen mit Hilfe von Magnetencephalogpraphie/MEG und Magnetresonanztomographie/MRT.
Quelle: gekürzte und überarbeitete
Pressemitteilung
Link: http://www.am-sel.org/
(13.01.2010 RM)
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