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Häufigkeit der ADHS-Diagnose bei Kindern und Jugendlichen mit AufmerksamkeitsproblemenMitarbeiter des Sozialpädiatrischen Zentrums der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Ulm untersuchten im Rahmen einer multizentrischen Studie an sechs Sozialpädiatrischen Zentren in Baden-Württemberg die Diagnosen und therapeutischen Empfehlungen bei Kindern- und Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren, deren Eltern als Vorstellungsgründe Konzentrationsmängel, Ausdauer ? und Aufmerksamkeitsprobleme als wesentliches Symptom angaben. Insgesamt wurden die Daten von 179 Kindern und Jugendlichen erhoben. Das Durchschnittsalter lag bei 9,2 Jahren. 79 Prozent der Klienten waren Jungen. Knapp 50 Prozent der Mütter hatten einen Hauptschulabschluss. Über keinen Berufsabschluss verfügten 11 Prozent der Eltern. Insgesamt 33 Prozent der Kinder lebten bei getrennten Eltern oder einem alleinerziehenden Elternteil. Bei 53,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen wurde ADHS diagnostiziert. Davon wiesen 43 Prozent als komorbide Störung eine Legasthenie bzw. Dyskalkulie auf. Eine emotionale Störung wurde bei 34 Prozent der Patienten mit ADHS festgestellt. Aus den erhobenen Daten schließen die Wissenschaftler, dass es sich bei den von den Eltern bei ihren Kindern beklagten Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen nur zu einem Teil um ADHS handelt. Bei zahlreichen Kindern und Jugendlichen stellten stattdessen die angegebenen Konzentrationsstörungen das Ergebnis einer schulischer Überforderung dar, zum Teil auch als Ergebnis unangemessener elterlicher Leistungserwartungen. Quelle: (05.09.2009 RM)
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