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Indische Studie über das klinische Profil von Kindern mit LernstörungenIndische Wissenschaftler um Dr. Sunil Karande von der Learning Disability Clinic in Lokmanya erhoben das klinische Profil von Kindern mit einer spezifischen Lernstörung. Die Eltern der untersuchten Kinder und Jugendlichen wandten sich an die Klinik zur Abklärung unzureichender schulischer Leistungen. In die Studie gingen die Daten der ersten 50 Kinder ein, bei denen eine Legasthenie oder eine Rechenstörung erhoben wurden. Das Durchschnittsalter dieser Kinder betrug 11,4 Jahre. Bei Achtundfünfzig Prozent der untersuchten Kinder fand das multidisziplinäre Team eine Lese-Rechtschreibstörung, eine Rechenstörung und eine Aufmerksamkeitsstörung vom kombinierten Typus (diagnostiziert nach dem DSM-IV). Bei 32 Prozent der Kinder wurde eine Lese-Rechtschreibstörung, Dyskalkulie und eine Aufmerksamkeitsstörung vom unaufmerksamen Typ festgestellt. Anamnestisch ließen sich keine besonderen Entwicklungsauffälligkeiten erheben. Im psychischen Bereich waren jedoch bei 40 Prozent der Kinder Verhaltensprobleme diagnostizierbar. Aggressive Verhaltensweisen waren bei 30 Prozent feststellbar. 10 Prozent zeigten ein klinisch auffälliges zurückgezogenes Verhalten. Der diagnostische Prozess wird in der Studie recht detailliert beschrieben. Auffällig bleibt jedoch die Häufigkeit komorbider Störungen von 100 Prozent.
Quelle: Link:
(09.06.2008 RM)
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