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Theorie und Praxis der Sandspieltherapie von Alexander von GontardVon Alexander von Gontard stammt das Buch ?Theorie und Praxis der Sandspieltherapie?, das sich auf 266 Seiten dieser spezifischen Methode der Spieltherapie widmet. Der Autor dieses Buches ist Alexander von Gontard, als Professor und Wissenschaftler tätig, kennt jedoch als Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Homburg und als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie die tägliche klinische Praxis. Spieltherapien wie die Sandspieltherapie haben in der Regel eine psychoanalytische Historie. Die Sandspieltherapie wurde von Dora Kalff begründet und beruht auf der analytischen Psychologie C.G. Jungs. Bei der Sandspieltherapie stellt das Spiel das primäre Medium dar, in dem Phantasien und Konflikte symbolisch dargestellt werden. Gontard sieht die Sandspieltherapie dabei insbesondere bei der Behandlung introversiver Störungen als geeignete Methode an. Im zweiten Kapitel des Buches findet sich ein hervorragender Überblick über die verschiedenen Formen der Spieltherapie. Gelungen. Kapitel drei widmet sich den Studienergebnissen der Psychotherapieforschung zur Sandspieltherapie, geht aber auch auf die Effektivität weiterer Methoden der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ein. In Kapitel vier folgt eine sehr genaue Beschreibung der Methode der Sandspieltherapie. Unter anderem geht der Autor auf die Auswahl der Figuren für die praktische Anwendung ein, gibt einen sehr umfangreichen Überblick über die Publikationen zu dieser Therapiemethode und beschäftigt sich schließlich mit der Symbolik der einzelnen Tierfiguren. Es folgt auf 15 Seiten ein Überblick über die relevanten Inhalte C.G. Jungs für die Sandspieltherapie. Dabei sind zum Verständnis der Inhalte gute Grundkenntnisse der psychoanalytischen Theorie sicherlich nicht hinderlich. Kapitel fünf mit dem Titel ?Praxis der Sandspieltherapie? behandelt auf knapp 30 Seiten die Diagnostik, das therapeutische Vorgehen und stellt einige Prozessverläufe dar. Nach einer gelungenen Beschreibung des kinder- und jugendpsychiatrischen diagnostischen Prozesses geht Gontard auf die Diagnostik des Sandbildes ein und erläutert hier die Interpretation nach Senges und Kalff. Schließlich wird der idealtypische Ablauf einer Therapiestunde recht genau beschrieben. Kapitel sechs beschreibt schließlich die Sandspieltherapie bei speziellen Störungen. Hier finden sich u.a. sehr detaillierte Fallbeschreibungen eines Kindes mit ADHS, eines Mädchens mit sozialen Ängsten und eines 10-jährigen Jungen mit Depression. Gontard ist ein interessantes Buch über die Sandspieltherapie gelungen, das auch zahlreiche Informationen über Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychoanalyse und Spieltherapie im Allgemeinen enthält. Hintergrund, Diagnostik und Ablauf der Sandspieltherapie sind gut lesbar und ausreichend detailliert dargestellt. Dabei ist es dem Autor wichtig, dass die therapeutische Methode des Sandspiels nur bei vorhandener Indikation durchgeführt wird. Obwohl der Autor die Sandspieltherapie als eine sinnvolle therapeutische Möglichkeit ansieht, zeigt Gontard auch die Grenzen dieser Methode auf. Alles in allem ein gut lesbares Buch über die Sandspieltherapie, das eine gute Empfehlung für Therapeuten darstellt, die näheres über diese Therapiemethode erfahren wollen. Preis und Verfügbarkeit bei Amazon Quelle:
(16.05.2008 RM)
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