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"Mit Montessori Legasthenie behandeln" von Nina HellwigNina Hellwig, Lehrerin, Erziehungswissenschaftlerin und seit vielen Jahren LRS-Therapeutin, hat ein praxisbezogenes Buch über die Anwendung der Montessori-Prinzipien bei Legasthenie veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel ?Mit Montessori Legasthenie behandeln? ist im Brigg Verlag erschienen. Die italienische Ärztin Maria Montessori beschäftigte sich viele Jahre mit der Förderung der Sinneswahrnehmung und hat zahlreiche Materialien wie Vorgehensweisen entwickelt, um in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen. Hellwig arbeitet in ihrem 70seitigen, großformatigen Buch heraus, wie diese Prinzipien auf die Behandlung bei Legasthenie angewendet werden können. Nach einer Vorstellung der allgemeinen Montessori-Pädagogik stellt die Autorin deren Relevanz für die Förderung der Kinder mit Legasthenie dar. In der Folge wird die therapeutische Arbeit mit Montessori-Material für die gestörte Raum-Lage-Wahrnehmung, für eine verbesserte optische Differenzierungsfähigkeit und für sensomotorische Prozesse der taktilen Ebene beschrieben. Auf der Buchstaben- und Wortebene stellt Hellwig die Montessori-Vorgehensweise für das Einprägen des Wortbildes, das Erlernens schwieriger Lautkombinationen und das morphematischen Prinzips vor. Einen im Verhältnis großen Raum nimmt die Darstellung des therapeutischen Vorgehens für eine Verbesserung der phonologischen Bewusstheit ein. Auch auf das Training der orthografischen Rechtschreibstrategie (Dehnung, e/ä, Schärfung) geht Hellwig ein. In dem Buch finden sich weiterhin drei kurze Fallbeispiele und einige Hinweise auf psychotherapeutische Elemente in der LRS-Therapie. Hellwig ist ein sehr gelungenes Buch über die Anwendung der Montessori-Pädagogik in der Behandlung bei Legasthenie gelungen. Neben einer guten theoretischen Darstellung der Montessori-Prinzipien geht Hellwig auf alle wichtigen Problembereiche der LRS-Therapie wie phonologische Bewusstheit, Morpheme, orthografisches Rechtschreibtraining ein, wobei - bedingt durch das Thema - die Förderung der Sinneswahrnehmung dominiert. Für jeden dieser Problembereiche werden Übungen beschrieben, die auf der Montessori-Pädagogik beruhen. Dabei listet die Autorin nicht zahllose Übungen auf, sondern stellt vermutlich ihr eigenes Vorgehen aus ihrer therapeutischen Praxis dar. Sehr gut. Das Buch stellt eine sehr gute Empfehlung für LRS-Therapeuten dar, die sich über Montessori-Prinzipien in der Legasthenietherapie informieren wollen und Beschreibungen über entsprechende therapeutische Vorgehensweisen suchen. Preis und Verfügbarkeit bei Amazon Quelle:
(09.04.2008 RM)
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