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Israelische Studie zeigt Defizite in der Hörverarbeitung bei Kindern mit einer LegasthenieIn einer israelischen Studie untersuchten Wissenschaftler, ob sich bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreibstörung Auffälligkeiten bei der zentralen Hörverarbeitung zeigen. Dabei wurde eine Gruppe mit 12 Kindern zusammengestellt, die eine Legasthenie aufweisen und mit einer Kontrollgruppe ohne LRS verglichen. Den Kindern wurden kurz hintereinander Töne mit 1000 und 2000 Hz im Abstand von 50 ms bzw. 500 ms präsentiert, die von den Teilnehmern auch als zwei kurz aufeinander folgende Töne wahrgenommen werden sollten. Es zeigte sich, dass Kinder mit einer LRS schlechter in der Lage waren, Töne, die im Abstand von 50 ms präsentiert wurden, als zwei Töne wahrzunehmen als Kinder ohne eine LRS.
Weiterhin wurde die phonologische Bewusstheit bei den Versuchteilnehmern gemessen. Hier zeigten sich signifikante Korrelationen zwischen schlechter phonologischer Bewusstheit und der geringeren Fähigkeit zwei kurz aufeinander folgende Töne als solche zu differenzieren. Die beiden Wissenschaftler der Studie Cohen-Mimran und Sapir interpretieren ihre Ergebnisse als Unterstützung für die Hörverarbeitungsdefizithypothese der LRS, die besagt, dass die Ursache für eine LRS in einer defizitären Hörverarbeitung liege. Die Autoren vermuten, dass die defizitäre Hörverarbeitung dafür sorge, dass sich bei Kindern eine schlechtere phonologische Bewusstheit entwickle, die wiederum die Ursache für eine Lese-Rechtschreibstörung sei.
Quelle:
(18.03.2008 RM)
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