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Rezension: "Träume von Kindern und Jugendlichen" von Hans HopfDer Kinder- und Jugendpsychoanalytiker Hans Hopf hat ein Buch über Träume von Kindern und Jugendliche geschrieben, in dem er aus kinderpsychoanalytischer Sicht die wichtigsten Erkenntnisse über das Träumen referiert. Hans Hopf ist Autor zahlreicher Bücher über die psychoanalytische Psychotherapie bei Kindern, in eigener Praxis tätig sowie als Dozent und Kontrollanalytiker in mehreren psychoanalytischen Instituten aktiv. Das 172 Seiten starke Buch, das im Kohlhammer Verlag veröffentlicht wurde, ist in insgesamt fünf große Kapitel unterteilt. Im ersten Kapitel, das mit ?Rückblick? überschrieben wurde, wird die Rolle des Traums in der psychoanalytischen Historie dargestellt. Im zweiten Kapitel finden sich Informationen zur Funktion des selben. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Rolle des Traums in der Diagnostik, worauf sich ein Kapitel über dessen Funktion in der Psychotherapie anschließt. Im fünften Kapitel findet sich schließlich eine Darstellung verschiedener Traumtypen. Nach einigen Beispielen von Kinderträumen aus der Literatur stellt Hopf Freuds verschiedene psychoanalytische Auffassungen (topographisches Modell und Strukturmodell) von Träumen dar. Dabei geht Hopf auch auf die klassischen Freudschen Traumdeutungen ein (kleiner Hans, Fall Dora). Weiterhin finden die Sichtweise von Anna Freud, Melanie Klein und Donald Winnicot. Der Betrachtungsweise von C.G. Jung über den Traum ist ein eigenes Unterkapitel gewidmet. Im zweiten Kapitel beschreibt Hopf die verschiedenen Funktionen des Traumes (z.B. Wunscherfüllung, kompensatorische Funktion, kommunikative Funktion) und referiert im Anschluss kurz wichtige Inhalte der neurobiologischen Schlafforschung. Recht interessant lesen sich die Ausführungen Hopfs zu den inhaltsanalytischen Untersuchungen von Kinderträumen und den erinnerten Träumen als Abbilder spezifischer Konflikte. Hier gibt der Autor einige Traumfallbeispiele, beispielsweise zum Abhängigkeits-Autonomie-Konflikt, der Geschlechtsidentität und der Angst vor einem Liebesverlust. Das Diagnostikkapitel ist recht kompakt und gibt Auskunft über die Wichtigkeit der Qualität des ersten Kontakts und wie Kinder dazu angeregt werden können, über Träume zu berichten. Weiterhin bietet Hopf 14 Kriterien an, nach denen Träume gedeutet werden können. Das schrittweise Vorgehen wird dabei anhand eines Traumfallbeispiels erläutert. Sehr gut! Es folgen zahlreiche Fallbeispiele von typischen Konflikten spezifischer Störungen und wie diese in Träumen sichtbar werden. Sehr hilfreich. Im folgenden Psychotherapiekapitel beschreibt Hopf recht konkret, wie mit Träumen von Kindern in der psychoanalytischen Psychotherapie gearbeitet werden kann und befasst sich in diesem Rahmen u.a. mit den Themen Initialtraum, stationäres Setting und Märchen. Sehr interessant liest sich das ausführliche Fallbeispiel ?Sascha? über einen acht Jahre alten Jungen. Im fünften und letzten Kapitel dieses Buches befasst sich Hopf noch mit den verschieden Traumtypen, wie zum Beispiel Flug- und Fallträume. Lesenswert. Hopf hat die relevante Literatur zum Thema Träume bei Kindern im Rahmen der psychoanalytischen Psychotherapie gesichtet und eine gute, kompakte Bestandsaufnahme verfasst und durch die eigenen therapeutischen Erfahrungen stark erweitert. Neben den zahlreichen Fallbeispielen beeindruckt die kompakte, jedoch ausreichend differenzierte Darstellung der Rolle der Träume in den verschiedenen psychoanalytischen Richtungen. So stellt dieses Buch eine gute Empfehlung für Psychologen dar, die sich näher mit der Rolle des Traums bei Kindern aus der Sicht der Psychoanalyse befassen wollen. Preis und Verfügbarkeit bei Amazon Hans Hopf (2007). Träume
von Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Kohlhammer-Verlag (22.02.2008 RM)
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