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Deutlicher Placebo-Effekt bei der Medikamentengabe in einer Studie bei Kindern mit ADHSDie amerikanischen Wissenschaftler Sandler und Bodfish untersuchten die Wirkung von Placebo-Medikamenten bei Kindern mit ADHS, die eine Stimulanztherapie erhielten. Insgesamt nahmen an der Studie 26 Kinder mit ADHS zwischen 7 und 15 Jahren aus dem westlichen North-Carolina teil. Die Kinder wurden einer von zwei Bedingungen zugeordnet. In der ersten Experimentalbedingung wurde nach einer Woche normaler Medikamentendosierung in der zweiten Woche die Dosis um 50 Prozent gesenkt und in der dritten Woche auch 50 Prozent der Medikamentendosis verabreicht jedoch zusätzlich noch ein Placebo gegeben. Auch in der zweiten Studienbedingung wurde in der ersten Woche die für die jeweiligen Kinder üblichen Medikamentenmenge gegeben, in der zweiten
Woche die Medikamente um 50 Prozent reduziert und ein Placebo verabreicht und in der dritten Woche nur die um 50 Prozent reduzierte Medikamentenmenge gegeben. Die Symptomatik wurde einmal wöchentlich von den Eltern und den Lehrern bewertet. Die Kinder waren darüber informiert, dass sie an einer Placebo-Bedingung teilnahmen (open-label-treatment). Diesen wurde das Placebo als sogenannter ?Dose-extender?, der zahlreichen Personen helfe, die Medikamentengabe zu verringern, vermittelt. Interessanterweise verschlechterte sich die ADHS-Symptomatik bei Dosisreduktion und gleichzeitiger Placebogabe nicht. Erhielten die Studienteilnehmer neben ihrer reduzierten Medikamentendosis kein Placebo kam es jedoch zu einer Verschlechterung der Symptomatik. Sandler und Bodfish verweisen auf die guten therapeutischen Effekte des Placebos, woraus sich auch die Möglichkeit ergäbe, die normale Medikamentendos zu reduzieren , um weniger Nebenwirkungen bei den Kindern hervorzurufen.
Quelle: Link:
(13.02.2008 RM)
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