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Studie findet keine Hinweise ADHS als Entwicklungsrückstand zu interpretierenSchwedische Wissenschaftler überprüften in einer Studie die Hypothese, ADHS-Symptomatik bei Kindern als Entwicklungsrückstand zu interpretieren, der von zahlreichen Kindern mit den Jahren wieder aufgeholt werden kann. Diese Hypothese wird von manchen Fachleuten geäußert und der gegenwärtig akzeptierten Ätiologie einer neurobiologischen Verursachung gegenübergestellt. Befürworter der Entwicklungsrückstandshypothese führen an, dass Kinder mit ADHS sich in ihrer Motorik wie auch in ihrem sonstigen Verhalten wie jüngere Kinder verhalten würden und sich die Symptomatik mit den Jahren bei zahlreichen Kindern verringere, so dass dies eher auf eine Entwicklungsverzögerung hinweise als auf eine neurobiologische Störung.
Gustafsson et al. überprüften von daher, ob es - gemäß der Hypothese - einen merklichen Abfall in der Ausprägung der Symptomatik mit zunehmendem Alter gibt und ob ein Zusammenhang zwischen der Ausprägung der ADHS-Symptomatik mit biologischen Größen des Reifegrades wie Größe, Körpergewicht und dem Knochenalter vorhanden ist. Für die Untersuchung wurden 251 Grundschüler der ersten bis dritten Klasse einer schwedischen Schule untersucht und die entsprechenden Daten erhoben. Die ADHS-Symptomatik wurde mit Hilfe des Conners Abbreviated Questionnaire erfasst. Wie erwartet zeigte sich eine signifikante hohe Korrelation zwischen Größe, Gewicht, Knochenalter und dem Alter der Kinder, jedoch kein Zusammenhang zur ADHS-Symptomatik, woraus die Wissenschaftler folgern, dass die Hypothese ADHS als Entwicklungsverzögerung zu interpretieren sich empirisch nicht belegen lässt.
Quelle: (22.01.2008 RM)
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