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Lesetest

1. Allgemeines zu Lesetests

Im Rahmen der Eingangsdiagnostik zur Feststellung einer einer Legasthenie wird neben dem Rechtschreibtest auch ein Lesetest durchgeführt. Im Rahmen dieses Lesetests wird eine Aussage über die Qualität des Lesens getroffen. Diese ist gekennzeichnet über die Anzahl der Lesefehler und die Lesegeschwindigket. Je nach Lesetest werden verschiedene Maße erhoben. So richtet der SLRT sein Augemerk auf die Lesegeschwindigkeit  (Lesezeit) erhebt jedoch weitere differenzierte Maße über das Lesen und der Züricher Lesetest misst neben der Lesezeit verschiedene Arten von Lesefehlern. Ein weiteres interessantes Maß bei Lesetests stellt das Leseverständnis dar, das jedoch im Rahmen der Legastheniediagnostik eine untergeordnete Rolle spielt. Auffälligkeiten beim Leseverständnis lassen sich in der Regel als Sekundärsymptomatik des gestörten Leseprozesses interpretieren. Kinder mit sehr starker Lesesymptomtik richten ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Lesen als solches, sodass für die Sinnentnahme keine Kapazität mehr zur Verfügung steht.

 

2. Überblick über gängige Lesetests im deutschsprachigen Raum

Züricher Lesetest:
Der am weitesten verbreitete Lesetest, der von Linder und Grissemann stammt. Mittlerweile liegt der Züricher Lesetest in der sechsten Auflage vor. Es existieren Normen für die 2 bis 6 Klasse. Neben der Lesezeit werden auch die Lesefehler differenziert erfasst.

Salzburger Lese- und Rechtschreibtest:
Verfahren von Landerl, Wimmer und Moser, das von der ersten bis zur vierten Klasse gültig ist. Erhoben wird die Lesezeit. Die Besonderheit des Tests ist, das zwei Teilkomponenten des Lesens erfasst werden, nämlich das automatische Worterkennen und die Fähigkeite des synthetischen Lesens, woraus sich weitere Schlüsse über die spezifische Symptomatik schließen lassen.

Salzburger Lesescreening für die Klassenstufen 5-8
Test von Auer, Gruber, Mayringer und Wimmer. Eine Liste von Sätzen muss möglichst schnell gelesen und deren Wahrheitsgehalt beurteilt werden. Für alle vier Schulstufen der fünften bis achten Klasse liegen differenzierte Normen vor. Die Bearbeitungsdauer beträgt nur 10 Minuten.

Würzburger Leise Leseprobe
Von den Autoren Küspert und Schneider aus dem Jahr 1998. Misst die Lesegeschwindigkeit bei Kindern der Klasse 1 bis 4. Die reine Bearbeitungszeit beträgt fünf Minuten. Normen sind jeweils für die beiden letzten Monate der Klassenstufe verfügbar.

Hamburger Lesetest für 3. und 4. Klassen
Seit 2006 in der 2., überarbeiten Fassung beziehbar. Der Test kann eingesetzt werden für die dritte und vierte Klasse. Er misst das Leseverständnis in Form von Multiple-Choice-Frage zu vorgegebenen Texten, trifft jedoch auch Aussagen über die Lesegeschwindigkeit. Die Dauer für die Durchführung beträgt 90 Minuten.

Knuspels Leseaufgaben:
Lesetest von Marx aus dem Jahr 1998. Normiert für die Klassen 1 bis 4. Misst die Lesefertigkeit des Dekodierens und Rekodierens von Wörtern und das Leseverständnis auf der Satzebene. Die Durchführung beträgt circa 45 Minuten.

 

 


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