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Im Rahmen der Eingangsdiagnostik zur Feststellung einer einer Legasthenie wird neben dem Rechtschreibtest auch ein Lesetest durchgeführt. Im Rahmen dieses Lesetests wird eine Aussage über die Qualität des Lesens getroffen. Diese ist gekennzeichnet über die Anzahl der Lesefehler und die Lesegeschwindigket. Je nach Lesetest werden verschiedene Maße erhoben. So richtet der SLRT sein Augemerk auf die Lesegeschwindigkeit (Lesezeit) erhebt jedoch weitere differenzierte Maße über das Lesen und der Züricher Lesetest misst neben der Lesezeit verschiedene Arten von Lesefehlern. Ein weiteres interessantes Maß bei Lesetests stellt das Leseverständnis dar, das jedoch im Rahmen der Legastheniediagnostik eine untergeordnete Rolle spielt. Auffälligkeiten beim Leseverständnis lassen sich in der Regel als Sekundärsymptomatik des gestörten Leseprozesses interpretieren. Kinder mit sehr starker Lesesymptomtik richten ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Lesen als solches, sodass für die Sinnentnahme keine Kapazität mehr zur Verfügung steht.
Züricher Lesetest:
Der am weitesten verbreitete Lesetest, der von Linder
und Grissemann stammt. Mittlerweile liegt der Züricher
Lesetest in der sechsten Auflage
vor. Es existieren Normen für die 2 bis 6 Klasse.
Neben der Lesezeit werden auch die Lesefehler differenziert
erfasst.
Salzburger Lese- und
Rechtschreibtest:
Verfahren von Landerl, Wimmer
und Moser, das von der ersten bis zur vierten Klasse gültig
ist. Erhoben wird die Lesezeit. Die Besonderheit des
Tests ist, das zwei Teilkomponenten des Lesens erfasst
werden, nämlich das automatische Worterkennen und die
Fähigkeite des synthetischen Lesens, woraus sich weitere
Schlüsse über die spezifische Symptomatik schließen
lassen.
Salzburger Lesescreening
für die Klassenstufen 5-8
Test von Auer, Gruber,
Mayringer und Wimmer. Eine Liste von Sätzen muss möglichst
schnell gelesen und deren Wahrheitsgehalt beurteilt
werden. Für alle vier Schulstufen der fünften bis achten
Klasse liegen differenzierte Normen vor. Die Bearbeitungsdauer
beträgt nur 10 Minuten.
Würzburger Leise Leseprobe
Von den Autoren Küspert und Schneider aus dem Jahr 1998.
Misst die Lesegeschwindigkeit bei Kindern der Klasse
1 bis 4. Die reine Bearbeitungszeit beträgt fünf Minuten.
Normen sind jeweils für die beiden letzten Monate der
Klassenstufe verfügbar.
Hamburger Lesetest
für 3. und 4. Klassen
Seit 2006 in der 2., überarbeiten
Fassung beziehbar. Der Test kann eingesetzt werden für
die dritte und vierte Klasse. Er misst das Leseverständnis
in Form von Multiple-Choice-Frage zu vorgegebenen Texten,
trifft jedoch auch Aussagen über die Lesegeschwindigkeit.
Die Dauer für die Durchführung beträgt 90 Minuten.
Knuspels Leseaufgaben:
Lesetest von Marx aus dem Jahr 1998. Normiert für
die Klassen 1 bis 4. Misst die Lesefertigkeit des Dekodierens
und Rekodierens von Wörtern und das Leseverständnis
auf der Satzebene. Die Durchführung beträgt circa 45
Minuten.
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