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Der Begriff Legasthenie wurde
von dem Neurologen Paul Ranschburg im Jahre 1916 eingeführt.
Im Jahr 1928 publizierte er die Monografie "Die Lese- und
Schreibstörung des Kindesalters" mit einigen Fallbeschreibungen
und empirischen Daten.
Vor ca. 25 Jahren, gab es insbesondere
im pädagogischen Bereich, heftige Auseinandersetzungen über
die Existenz einer (neurologisch bedingten) Legasthenie, die
in der Hypothese gipfelte, Legasthenie sei nicht existent. Die Ursachen
für die zum Teil hitzigen Debatten fanden sich in der Ablehnung
medizinischer Terminologie und des Krankheitskonzepts. Der Begriff
wurde durch den der Lese- Rechtschreibschwäche
ersetzt (abgekürzt mit LRS), der als weniger diskriminierend
empfunden wurde. Entsprechend der damaligen pädagogischen
Konzepte, wurden als maßgebliche Ursachen für die Schwierigkeiten im Lese-
und Rechtschreiberwerb suboptimale Lernbedingungen und psychische
Faktoren angesehen, die das Kind in seiner Entwicklung blockierten.
Eine Beteiligung neurologischer Dysfunktionen bei Legasthenie
trat in den Hintergrund, bzw.
wurde heftig bestritten. Dies änderte sich jedoch, als Forschungsergebnisse
eine Beteiligung neurologischer Faktoren und genetischer Aspekte am
ätiologischen Bedingungsmodell zweifelsfrei belegten.
Innerhalb der psychologischen Forschung wurden neurologische, psychologische und pädagogische Aspekte unter Berücksichtigung genetischer Faktoren zu einem multikausalen Bedingungsmodell der Legasthenie integriert. Gelegentliche hitzige Debatten zwischen verschiedenen Berufsgruppen über Randaspekte der Legastheniediskussion, ob z.B. für eine Legasthenie der Störungsbegriff des ICD-10 gelte, sind meist wenig zielführend, da sie die notwendige Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen eher behindern.
Im ICD-10 wird Legasthenie als Lese- und Rechtschreibstörung
mit der Ziffer F81.0 kodiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch
wird die Lese- und Rechtschreibstörung mit LRS abgekürzt.
Diese
ist jedoch von der Lese- und Rechtschreibschwäche zu unterscheiden,
die per Definition das Ergebnis einer mangelnden Beschulung bzw.
schlechten Lernbedingungen darstellt. Bei entsprechendem Üben
können die Lese- und Rechtschreibprobleme zügig aufgeholt werden.
Unglücklicherweise wird die Lese- und Rechtschreibschwäche (wie
die Lese- und Rechtschreibstörung)
ebenfalls mit LRS abgekürzt.
Im ICD-10 wird die Lese- und Rechtschreibstörung (F81.0) von der isolierten Rechtschreibstörung (F81.1) unterschieden.
Weitere häufig verwendete Begriffe:
Literale Legasthenie: Von einer literalen Legasthenie spricht man, wenn zwischen Buchstaben und Lauten keine hinreichenden assoziativen Verknüpfungen hergestellt und einzelne Buchstabengruppen nur mangelhaft voneinander unterschieden werden können.
Verbale Legasthenie: Mit dem Begriff der verbalen Legasthenie will man eine nur schwach ausgebildeten Fähigkeit der akkustischen Unterscheidung von Lauten beschreiben.
Oberflächendyslexie: Personen mit einer Schädigung im Bereich des temporo-parietalen Bereichs. Die Betroffenen sind nicht in der Lage, die Wörter ganzheitlich zu erkennen, sondern müssen diese mühsam buchstabieren.
Tiefendyslexie: Die Lautfolge und Bedeutung von Buchstaben kann abgerufen werden, jedoch besteht die Unfähigkeit Wörter zu buchstabieren. Geht ebenfalls auf eine Schädigung des temporo-parietalen Bereichs zurück.
Hyperlexie: Es besteht eine gute Lesefähigkeit, jedoch wird das Gelesene nicht verstanden.
Störungen beim Leseprozess:
Störungen beim Schreibprozess:
Sekundärsymptomatik
Als Sekundärsymptomatik im psychischen Bereich finden sich bei Legasthenie häufig Anpassungsstörungen unterschiedlichen Grades mit depressiver Symptomatik (eher selten) oder Angstsymptomatik (Prüfungsangst). Der psychopathologische Befund zeigt fast immer einen geringeren Selbstwert (bezogen auf den Schulbereich), expansive Verhaltensprobleme (aggressive Verhaltensweisen), Aufmerksamkeitsprobleme oder sozialunsicheres Verhalten. Die Lernsituation (Hausaufgabensituation) ist meist sehr belastet, wodurch es gelegentlich zu Störungen der Mutter-Kind-Beziehung kommen kann.
Die Ausprägungen sind meist noch im subklinischen Bereich, sodass keine Störung nach ICD-10 diagnostiziert werden sollte. Schwierig ist die Bewertung der Aufmerksamkeitssymptomatik, da die Auffälligkeiten sekundär durch die Legasthenie bedingt sein können. Hier ist eine ausführliche Diagnostik notwendig. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bei ca. 20 Prozent der Kinder mit Legasthenie, die der ambulanten Legastheniebehandlung zugeführt werden, eine behandlungsbedürftige Aufmerksamkeitsstörung (ADHS /ADS) aufweisen.
Studien der neurobiologischen Forschung zeigen, dass der Legasthenie Störungen in der auditiven und visuellen Informationsverarbeitung zugrunde liegen. Zahlreiche Befunde zeigen, dass die Störung genetisch bedingt ist.
Als wichtiger ätiologischer Faktor der in zahlreichen Studien bestätigt wurde, gilt eine geringe phonologische Bewusstheit. Eine geringe phonologische Bewusstheit zeigt sich in einer geringeren Analyse- und Synthesefähigkeit von Lauten.
Es existieren verschiedene Studien, die einzelne Aspekte der Zeitlichen-Verarbeitungsdefizit-Hypothese untersuchen. Nagarajan et al. (1999) präsentierte zwei verschiedene Töne in unterschiedlichen Kombinationen. Dabei zeigte sich bei Kindern mit Legasthenie bei sehr kurzen Zeitabständen (100 ms und 200 ms) signifikant geringere Erkennensleistungen. Schulte-Körne (2001) untersuchte Kinder mit LRS, die verschiedene Lautidentifikationsaufgaben durchführen mussten. Kinder mit LRS wiesen eine deutlich verminderte Unterscheidungsfähigkeit auf.
Bei den meisten Untersuchungen handelt es sich um Einzelbefunde, die für die Erklärung eines bestimmten Fehlertyps herangezogen werden können, die jedoch die heterogene Symptomatik (eine Mischung verschiedener Fehlertypen - siehe unten) nicht erklären können.
Werth (2001) hat sich intensiv mit der Ätiologie von Lesestörungen beschäftigt und hierzu auch eine bemerkenswerte Veröffentlichung geschrieben. Werth (2001) führt Lesestörungen in erster Linie auf eine falsche Wortsegmentierungstechnik der Kinder zurück. Die Wortsegmente, die die Kinder erfassen und ihre Lesegeschwindigkeit entsprechen nicht der vorhandenen Wahrnehmungsfähigkeit der gleichzeitig zu erfassenden Buchstabenanzahl. Kinder mit Legasthenie benötigen zur Erfassung einzelner Wortsegmente längere Zeit und können auch nur kleinere Wortsegmente wahrnehmen als Kinder ohne Legasthenie.
Im Rahmen der Diagnostik der Legasthenie wird ein normierter Rechtschreibtest, ein Lesetest und ein Intelligenztest durchgeführt. Die Ergebnisse werden miteinander verglichen und eine Differenz der T-Werte von mindestens 10 Punkten erwartet. Dabei wird die Unabhängigkeit der beiden Größen (Intelligenz und Rechtschreibfähigkeit) angenommen.
Gängige Rechtschreibtests sind der WRT, DRT und HSP. Immer häufiger wird auch der SLRT eingesetzt. Bei den Lesetests dominiert der Züricher Lesetest. Häufig eingesetzte Intelligenztests bei Kindern sind der HAWIK, der KABC und der CFT. Leider sind die Normen einzelner Tests veraltet und weisen von daher nur eine eingeschränkte Validität auf.
Zur Erfassung der psychischen Sekundärsymptomatik bei Legasthenie haben sich der AFS und der DTK als hilfreich erwiesen. Zur Erhebung der Probleme bei der Hausaufgabensituation kann der HPC von Döpfner et.al verwendet werden. Der geübte Diagnostiker wird auch Gewinn aus der Verhaltensbeobachtung und Fremdanamnese (Eltern / Lehrer) ziehen.Weiterhin sollten bisher durchgeführte und noch laufende Therapien erfragt werden (z.B. Logopädie, Ergotherapie, Psychotherapie).
Für eine detaillierte Therapieplanung kann auch der BAKO 1-4 (Basiskompetenzen für Lese-Rechtschreibleistungen) durchgeführt werden, der den Grad der phonologischen Bewusstheit vom ersten bis vierten Schuljahr erfasst. Bei Schwächen in diesem Bereich sollten noch entsprechende Trainingsprogramme durchgeführt werden.
Bei allen Kindern mit Legasthenie empfiehlt sich zu Therapiebeginn eine qualitative Fehleranalyse durchzuführen, um spezifische Schwierigkeiten des Kindes im Lese- und Rechtschreibbeereich zu erkennen. Im Bereich Rechtschreibung sollte mindestens die Rechtschreibstufe (alphabetische bzw. orthografische Stufe) bestimmt werden. Eine genauere Analyse orthografischen Stufe ist gelegentlich recht interessant, da einige Kinder kein ausgeglichenes Fehlerprofil aufweisen, sondern über ganz spezifische Schwierigkeiten verfügen.
Im Bereich Rechtschreibung sollte zwischen folgenden Fehlertypen unterschieden werden.
Die Unterscheidung zwischen Speicherfehler und Regelfehler ist künstlich und die Übergänge sind fließend. Ein wichtiges Kriterium bei der Unterscheidung hängt davon ab, ob man beim Schüler eine entsprechende Rechtschreibregel als bekannt voraussetzen kann.
Es existieren verschiedene Verfahren zur Durchführung einer qualitativen Fehleranalyse, die sich meist vom Grad der Differenzierung der einzelnen Fehlertypen unterscheiden.
Die Therapieplanung bei Legasthenie und damit der Ablauf der therapeutischen Interventionen im Funktions- und psychischen Bereich sollte sich an der Rechtschreibstufe des Kindes, der Fehleranalyse und den psychischen Bedürfnissen des Kindes orientieren. So ist zu klären, ob besonderes kleine Lernschritte notwendig sind, wie der Ausprägungsgrad der Frustrationstoleranz ist, ob eine ausreichende Aufmerksamkeit vorliegt oder ob krisenhafte Zuspitzungen zuerst bearbeitet werden müssen (z.B. zwischen Lehrer und Kind oder Lehrer und Eltern oder Eltern und Kind).
Rechtschreibung in der Legasthenietherapie
Kinder, die sich auf der alphabetischen Stufe befinden, können insbesondere vom Erlernen des synchronen Sprechschreibens profitieren. Oft verwendete Wörter sollten mit der Lernkartei geübt werden (Anzahl der Wörter auf 10 reduzieren). Kinder mit Unsicherheiten bei Laut-Grafem-Verbindungen können diese spielerisch mit Hilfe der Budenberg Programme am PC einüben. Auch die Lernkartei kann hier eingesetzt werden, indem beispielsweise sehr einfache Wörter mit dem zu lernenden Buchstaben ausgewählt werden und diese dann mit der Lernkartei geübt werden. Weiterhin können die Tabellen des Kieler Leseaufbaus für eine Festigung der Laut-Grafem-Verbindung herangezogen werden.
Kinder, die deutliche Probleme auf der alphabetischen Stufe aufweisen sollten kein Orthografietraining durchführen, sondern erst die alphabetische Rechtschreibstufe ausreichend erlernen. Auch kann bei Kindern mit Legasthenie auf dieser Rechtschreibstufe im Einzelfall noch ein Training der phonologischen Bewusstheit indiziert sein.
Bei Kindern, die Mängel auf der orthografischen Stufe aufweisen
kann, gut das Marburger
Rechtschreibtraining eingesetzt werden, welches ein komplettes
Therapieprogramm mit ausgearbeiteten Stundenabläufen bietet.
Alternativ können die kostenlosen Münchner
Regelblätter eingesetzt werden, hier müssen jedoch die Übungen
vom Therapeuten selbst zusammengestellt werden. Parallel sollte
mit der Lernkartei
geübt werden, von der im Gegensatz zum orthografischen Regeltraining
alle Kinder profitieren. Eine Erweiterung inklusive Computerübungsprogramm
stellt das Münchner
Rechtschreibtraining von Mohr dar. Empfehlenswert ist auch das Therapieprogramm
von Reuter-Liehr, das mittlerweile in einer aktualisierten Fassung
vorliegt.
Beim Training auf der orthografischen Stufe
sollte insbesondere die Anwendung der orthografischen
Regeln / Merksätze hingearbeitet werden. Dies kann gegen
Therapieende auch durch kleine Diktate unterstützt werden,
bei denen die Kinder das Erlernte flexibel anwenden müssen.
Einige Therapeuten berichten von guten Ergebnissen mit morphemorientierten Ansätzen. Diese werden im therapeutischen Alltag jedoch noch eher selten eingesetzt. Empirische Studien sind hier dringend erforderlich. Ein Therapieprogramm, welches den morphemorientierten Ansatz verwirklicht, ist das Therapieprogramm REMO, welches über die Testzentrale bezogen werden kann.
Lesen
Zur Verbesserung der Lesefähigkeit sollte insbesondere bei jüngeren Kindern zu Beginn die Kenntnis der Buchstaben überprüft werden (z.B. durch den Züricher Lesetest). Bevor ein intensives Lesetraining einsetzt, sollten die Buchstaben ausreichend sicher beherrscht werden. Bei sehr schwachen Lesern und Leseanfängern kann der Kieler Leseaufbau verwendet werden. Auch bei älteren Kindern ist die Verwendung der Tabellen des Kieler Leseaufbaus noch sinnvoll. Ältere Kinder mit hoher Lesegeschwindigkeit, jedoch vielen Lesefehlern und Stockungen profitieren häufig von der Therapiesoftware CELECO. Nachdem in der Therapie die ersten "Lesehürden" (z.B. Zusammenschleifen von Buchstaben, richtiges Segmentieren, Erlernen eines genausen Lesestils) genommen wurden, sollte auch zu Hause regelmäßig geübt werden, um adäquate Therapiefortschritte zu erzielen. Bei der Durchführung eines Lesetrainings (lautes Lesen!)sollten tendenziell eher sehr leichte Texte verwendet werden, um das Kind nicht zu überfordern. Weiterhin sollte die tägliche Lesezeit zu Beginn nicht mehr als 5 Min betragen, die schrittweise auf 10 Minuten gesteigert werden kann.
Behandlung der psychischen Begleitsymptomatik
Zur Behandlung der psychischen Begleitsymptomatik muss natürlich eine genaue Diagnostik durchgeführt werden. Oben genannte Fragebögen können dabei hilfreich sein. Im Einzelfall können hier Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelrelaxation), kognitive Maßnahmen zur Steigerung des Selbstwertgefühls (z.B. Fokussierung auf eigene Stärken) oder gängige verhaltenstherapeutische Maßnahmen zum Verhaltensaufbau (z.B. Mitarbeit in der Schule, Bearbeitung der Hausaufgaben) indiziert sein. Immer anzuwenden sind positive Verstärkungstechniken bei der Bearbeitung von Aufgaben aus dem Funktionsbereich. Interaktionelle Probleme des Klienten mit Gleichalterigen können meist erfolgreich im Sinne eines Problemlösetrainings bearbeitet werden.
Elementar für eine effektive Anwendung therapeutischer Techniken ist eine gute therapeutische Beziehung, die mit Hilfe der Realisierung der therapeutischen Basisvariablen erzielt werden kann. Dem Beziehungsaufbau innerhalb einer Therapiestunde muss ausreichend Zeit eingeräumt werden.
Auch die Elternarbeit stellt in einer professionellen Therapie einen wichtigen Baustein dar. Insbesondere hier können Ansatzpunkte zur Veränderung der meist auffälligen Hausaufgabensituation entwickelt und entsprechende Interventionen durchgeführt werden. Einige therapeutische Interventionsmethoden finden sich in THOP von Döpfner et al., die nicht nur bei einem vorhandenen ADHS sinnvoll eingesetzt werden können.
Mannhaupt (2002) weist in einem Review der Legasthenie-Interventionsforschung darauf hin, dass erfolgreiche Therapieansätze bei Legasthenie durch die Merkmale Schriftsprachorientierung, Entwicklungsorientierung und Strategieorientierung charakterisiert sind.
In einer Studie von Reuter-Liehr (1993) erzielten 57 Kinder mit Legasthenie sehr gute Fortschritte und verbesserten sich im Durchschnitt von 33 T-Wertpunkten auf 47 T-Wertpunkten. Angewendet wurde das Förderkonzept "Lautgetreue Rechtschreibförderung".
Werth (2001) berichtet von einer unveröffentlichten Studie über die Therapiesoftware CELECO bei der 20 Kinder teilnahmen. Nach einem kurzen Training (Wortsegmentierung) verringerte sich die Fehlerrate bei 40 Prozent der Kinder um 70 Prozent.
Literaturtipps
Ein gutes Überblicksbuch für Fachleute zum Thema Legasthenie ist das Buch "Therapie der Lese-Rechtschreib-Störung" von Suchodoletz. Ein sehr detaillierter (und empfehlenswerter) Elternratgeber stammt von Schulte-Körne.
Inhaltlich verwandte Texte
Münchner
Rechtschreibtraining
- Beschreibung eines Therapieprogramms bei Legasthenie
Lesetest
- Kompakter Überblickstext zu häufig angewendeten Lesetests.
Marburger
Rechtschreibtraining
- Vorstellung des Marburger Rechtschreibtrainings, das
in zahlreichen Praxen Anwendung findet.
Phonologische
Bewusstheit
- Das Konzept der phonologischen Bewusstheit ist ein
vergleichsweise noch junges Konzept, dessen Elemente
in der LRS-Therapie immer häufiger angewendet werden.
Genannte Quellen
Nagarajan, S., Mahncke, H., Salz, T., Tallal, P., Roberts, T. & Merzenich, MM. (1999). Cortical auditory signal processing in poor readers. Proceedings of the National Academy of Science USA 96, 6483-6488.
Reuter-Liehr, C. (1993). Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung nach der Grundschulzeit: Anwendung und Überprüfung eines Konzeptes. Zeitschrift für Kinder und Jugendpsychiatrie, 135-147.
Schulte-Körne, G., Bartling, J., Deimel, W. & Remschmidt, H. (2001). Speech perception deficit in dyslexic adults as measured by mismatch negativity (MMN). International Journal of Psychophysiology, 40, 77-87.
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