
Newsletter Jetzt kostenlos für den aktuellen Newsletter anmelden ..mehr
Fortbildung Zahlreiche
Fortbildungen zu ADHS, LRS & Dyskalkulie ..mehr
|
Newsletter
7/2005 www.legasthenietherapie-info.de
Inhalt:
1.
Rechtschreibreform nicht für alle Bundesländer gültig 2. Softwareprogramm
MK-LEA zur Verbesserung der Lesefähigkeit 3. Lernserver bietet individuell
produzierte Förderprogramme an 4. Erste Fachtagung des Vereins der klinischen
Lerntherapeuten 5. Heidelberger Rechentest HRT 1-4 erschienen 6. Hinweise
auf Zellveränderungen durch Einnahme von Methylphenidat
1.
Rechtschreibreform nicht für alle Bundesländer gültig Die neue
Rechtschreibung wird zum 1. August an den Schulen in 14 deutschen Bundesländern
verbindlich eingeführt; alte Schreibweisen, die von den neuen Regeln abweichen,
werden dann als falsch angestrichen. In Bayern und Nordrhein-Westfalen soll
dagegen auch weiterhin die alte Rechtschreibung nicht als Fehler gewertet
werden, bis der Rat für Rechtschreibung in den nächsten Monaten seine
endgültigen Empfehlungen vorgelegt hat. Der Rat für deutsche Rechtschreibung
hat auf seiner Homepage das Regelwerk aufgeführt, das vom 1. August an
verbindlich umgesetzt werden soll. Das Regelwerk hat den Titel «Deutsche
Rechtschreibung. Regeln und Wörterverzeichnis. Überarbeitete Fassung
2004». Ausgenommen sind jene Bereiche, für die der Rat für deutsche
Rechtschreibung noch Änderungen angekündigt hat, also Getrennt- und
Zusammenschreibung, Worttrennung und Interpunktion. Hier soll «Toleranz geübt
werden» und sowohl die alte als auch die neue Schreibweise zulässig sein. Zu
diesem Thema berichtet die dpa von einer Umfrage, bei der die Mehrheit der
Deutschen die Position der Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen unterstütze.
Besonders groß sei der Rückhalt für die bayerische und die
nordrhein-westfälische Position bei den jüngsten Befragten. 74 Prozent der 14-
bis 19-Jährigen halten die Verlängerung der seit 7 Jahren gültigen
Übergangsregel für richtig.
2. Softwareprogramm MK-LEA zur Verbesserung
der Lesefähigkeit Das Programm MK-LEA ist ein Programm zur Verbesserung des
Lesens im Rahmen der LRS-Therapie. Es werden Wörter, Sätze und auch ganze Texte
auf dem Bildschirm präsentiert, die silbenweise erscheinen und vom Kind gelesen
werden müssen. Im Modus "Leseaufbau" betätigt das Kind dabei die Tastatur, damit
die nächste Silbe erscheint. Fortgeschrittene Leser arbeiten im Modus
"Lesetraining": Hier erscheinen die Silben nacheinander automatisch, wobei die
Lesegeschwindigkeit individuell eingestellt werden kann. Der Text rechts von den
erscheinenden Silben bleibt dabei ausgeblendet. Die Silben sind farblich
unterlegt. Das Programm kostet 20 Euro. Weitere Infos
unter: http://www.mkproggi.claranet.de/frsoft10.htm
Aktuelles zu den Themen ADHS, LRS und Dyskalkulie im kostenlosen Newsletter Anmelden |
3. Lernserver
bietet individuell produzierte Förderprogramme an Prof. Dr. F. Schönweiss von
der Uni Münster bietet unter der URL www.lernserver.de die Möglichkeit einer
ausführlichen Diagnostik der Rechtschreibung von Kindern mit Legasthenie bzw.
LRS an. Mithilfe der Münsteraner Rechtschreibanalyse wird ein individuelles
Fehlerprofil bestimmt und dem Therapeuten spezifische Übungen vorgeschlagen.
Seit kurzem bietet das Lernserver-Team nun individuell produzierte Förder-CDs
an. Der Therapeut erhält sämtliche Therapiematerialien, das Leistungsprofil und
den Förderplan auf einer CD. Unter anderem basiert das Angebot der "LRS-Schulen"
des Franchisers "Studienkreis" auf diesem Therapiekonzept.
4. Erste
Fachtagung des Vereins der klinischen Lerntherapeuten Vom 22. bis 23. Oktober
findet in Wolfratshausen bei München die erste Fachtagung des Vereins der
klinischen Lerntherapeuten statt. Der Veranstaltungsort ist die Kreisklinik in
Wolfratshausen. Als Referenten konnten Wolfgang Schneider ("Lernstörungen und
phonologische Diskrimination"), Manfred Döpfner ("Das
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom") und Karin Landerl ("Dyslexie und Dyskalkulie:
aktuelle Erklärungsansätze und Konsequenzen für die Behandlung") gewonnen
werden. Am Nachmittag finden jeweils Seminare in Kleingruppen statt. Die
Tagungsgebühr beträgt 180 Euro. Weitere Infos
unter http://www.fachtagung-lernstoerungen.org/index.htm
5.
Heidelberger Rechentest HRT 1-4 erschienen Von Haffner, Baro, Parzer und
Resch ist der Heidelberger Rechentest (HRT 1-4) erschienen, der die
mathematischen Basiskompetenzen im Grundschulalter erfasst und gut zur
Diagnostik im Bereich Dyskalkulie eingesetzt werden kann. Der HRT misst anhand
verschiedener Untertests die Bereiche Rechenoperationen (insgesamt 6
Untertests), numerisch-logische und räumlich-visuelle Fähigkeiten (5
Untertests). Weiterhin kann ein Gesamtwert berechnet werden. Im Bereich
Rechenoperationen gibt es folgende Untertests: Addition, Subtraktion,
Multiplikation, Division, Ergänzungsaufgaben und Größer-Kleiner-Vergleiche. Die
Reliabilität beträgt nach 2 Wochen rtt= .87-.93. Die Testwerte korrelieren mit
den Schulnoten im Fach Mathematik zu -.67. Sehr gut sind die ausführlichen
Normen. Für alle 4 Quartale pro Schuljahr ab Ende der 1. Klasse bis Ende der 4.
Klasse liegen Prozentrang und T-Wert-Normen vor. Die Bearbeitungsdauer beträgt
45 Minuten. Mehr Infos unter http://www.testzentrale.de
6. Hinweise
auf Zellveränderungen durch Einnahme von Methylphenidat Die Süddeutsche
Zeitung vom 02.07.05 berichtet von Prüfungen der FDA (Food and Drug
Administration) in den USA über mögliche Zellveränderungen bei Kindern, die
durch die Einnahme des Wirkstoffs Methylphenidat hervorgerufen werden. Ärzte aus
Texas fanden Hinweise, dass Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat (z.B.
Ritalin, Medikinet) krebsähnliche Zellveränderungen auslösen können. Die
texanischen Tumorexperten des Anderson-Krebszentrums in Houston fanden
Chromosomenschäden im Erbgut von Kindern, die seit drei Monaten Ritalin
einnahmen. Die Studie wies jedoch etliche methodische Mängel auf (nur 12 Kinder
in der Untersuchungsgruppe, keine Kontrollgruppe). Die FDA zeige sich jedoch
alarmiert und werde die Untersuchungen in größerem Umfang
wiederholen.
|
|