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Newsletter 6/2005 www.legasthenietherapie-info.de

Inhalt:

1. Rechtschreibkonzept Lollipop verhindert LRS bei Risikokindern
2. Fachtagung Dyskalkulie in Marburg
3. Neues Gruppentrainingsmanual für Kinder mit ADHS
4. Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)
5. Neuer Leselehrgang der Firma Lesebutz
6. Kinder mit einer LRS können Hintergrundreize schlechter ausblenden
7. Kostenlose Broschüre über Sprachentwicklungsstörungen


1. Rechtschreibkonzept Lollipop verhindert LRS bei Risikokindern
In dem hessischen Modellversuch "Schriftsprach-Moderatoren unter der Leitung von Dr. Schulte-Körne wurde an Grundschulen untersucht, ob durch ein spezifisches schulisches Training die Ausbildung einer Legastheniesymptomatik bei Risikokindern verhindert werden kann. Seit Dezember 2004 liegen nun die Resultate des hessischen Modellversuchs vor: Fast die Hälfte aller lese- und rechtschreibschwachen Kinder konnte mit dem Konzept Lollipop erfolgreich lesen und schreiben lernen. Mit zehn Prozent hatten Schulte-Körne und seine Mitarbeiter den Anteil der lese- und rechtschreibschwachen Kinder anfangs angesetzt und in der Folge drei Gruppen untersucht: Eine Gruppe, die mit herkömmlichen Materialien unterrichtet wurde und zwei Gruppen, die mit speziellen Konzepten lernten. Beide Verfahren sollen für besseres Lesen- und Schreibenlernen sorgen: Die Rechtschreibwerkstatt und der Lehrwerkverbund Lollipop. Der Anteil der lese- und rechtschreibschwachen Kinder hatte sich in der Lollipopgruppe auf rund 5 Prozent nahezu halbiert - hingegen in der Gruppe, die mit der Rechtschreibwerkstatt lernte, auf 23 Prozent mehr als verdoppelt. Bei der Kontrollgruppe waren es 18 Prozent. Der Modellversuch wurde bis Mitte 2006 verlängert.
http://bildungsklick.de/serviceText.html?serviceTextId=15898

 

 

2. Fachtagung Dyskalkulie in Marburg
Prof. Gerster, Prof. Wessolowski und die Sonderpädagogin Simone Wejda sind die Referenten der 7. Fachtagung des hessischen Kultusministeriums mit dem Titel "Rechenschwäche? Kinder mit besonderen Rechenschwierigkeiten erkennen und fördern". Die Tagung findet am 14. September 2005 in Marburg statt. Weitere Infos unter
http://www.schulamt-mr-hessen.de/schulpsychologie/broschuere7ft.pdf

 

3. Neues Gruppentrainingsmanual für Kinder mit ADHS
Von Jacobs, Heubrock, Muth & Petermann ist im Hogrefe-Verlag ein Manual für eine Gruppentherapie bei ADHS erschienen. Das Manual hat den Titel "Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen. Das neuropsychologische Gruppenprogramm Attentioner". Auf 152 Seiten wird ein Gruppentraining dargestellt, mit dem die Aufmerksamkeitsleistungen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 13 Jahren verbessert werden sollen. Die einzelnen Trainingseinheiten sind anwenderfreundlich beschrieben und werden durch Trainingsmaterialien auf der beiliegenden DVD ergänzt.

 

4. Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)
Von Lauth & Heubeck ist ein Präventionsprogramm mit dem Titel " Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES) erschienen, das auf 220 Seiten die Hauptbelastungen thematisiert. Die Eltern werden in sechs Sitzungen trainiert, wie sie ihr Kind in den wichtigen "familiären Standardsituationen" besser anleiten können (Hausaufgabensituation, Befolgen der Anweisungen der Eltern... ). Das Manual kostet 39,95 Euro und ist im Hogrefe-Verlag erschienen.

 

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5. Neuer Leselehrgang der Firma Lesebutz
Der Sonderschullehrer Uli Butz hat bei der Firma Lesebutz einen Leselehrgang veröffentlicht, der auf langjährigen Erfahrungen des Pädagogen in Förderschulen beruht. Dabei wird unter anderem auch auf ein Laut-Handzeichen-System zurückgegriffen und spezifische Buchstabenkombinationen werden einzeln trainiert. Weiterhin vertreibt die Firma Lesebutz ein Leselineal, das die Leseumgebung horizontal und vertikal einschränkt und so den Kindern zu einem flüssigeren Lesestil verhelfen soll.
http://www.lesebutz.de

 

6. Kinder mit einer LRS können Hintergrundreize schlechter ausblenden
In einer Untersuchung von Sperling wurde festgestellt, dass Kinder mit Legasthenie Probleme beim Erkennen von Bewegungen eines Objektes haben, wenn zusätzliche Muster bzw. Objekte präsentiert werden. Dieses sogenannte optische Hintergrundrauschen werde normalerweise beim Sehen vom Gehirn herausgefiltert, was Kindern mit diagnostizierter Legasthenie schlechter gelingt. Die Wissenschaftler vermuten weiter, dass eventuell auch das Gehör von Legasthenikern nur mit dysfunktionalen Filtern ausgestattet sei. Die Hypothese in diesem Zusammenhang ist, dass sich die fehlende Filterung negativ auf den Leseprozess bzw. auf den Schreibprozess (beispielsweise in einer geringeren Fähigkeit, Laute zu differenzieren) auswirkt.
http://www.aerztezeitung.de

 

7. Kostenlose Broschüre über Sprachentwicklungsstörungen
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) und der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) haben gemeinsam eine neue Broschüre herausgegeben, die sich an die Mitglieder beider Berufsverbände richtet. Unter dem Titel "Die kindliche Sprachentwicklung von der U 3 bis zur U 9" liefert sie einen Überblick über den aktuellen Stand der Diagnostik kindlicher Sprachstörungen und erleichtert so den fachlichen Austausch zwischen den beiden Berufsgruppen. In einer Art "Checkliste" werden in der Broschüre die Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung ab der Vorsorgeuntersuchung U6 bis zur U9 beispielhaft aufgeführt. Die 28 Seiten starke Broschüre kann beim Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. heruntergeladen werden.
http://www.dbl-ev.de

 

 

 


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