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Newsletter
5/2005 www.legasthenietherapie-info.de
Inhalt:
1. Untersuchung
über Effektivität homöopathischer Substanzen bei ADHS 2. Veris Verlag bietet
Seminare zum Kieler Leseaufbau an 3. BZGA veröffentlicht neue Broschüre über
ADHS 4. Hoffnung auf Notenbefreiung bei Dyskalkulie in Niedersachsen 5.
Fachbuch über Diagnostik von Konzentration und Aufmerksamkeit 6. Studie über
Familienbeziehungen hyperaktiver Kinder
1. Untersuchung über
Effektivität homöopathischer Substanzen bei ADHS
Zweiundsechzig Kinder mit
Aufmerksamkeitsstörungen nahmen an einer double-blind Studie des Kinderarztes
Heiner Frei teil, die in Kooperation mit der Universität in Bern durchgeführt
wurde und erhielten entweder ein homöopathisches Mittel oder Placebo. Nach circa
5 Monaten waren die Kinder der Experimentalgruppe aufmerksamer, weniger impulsiv
und konnten sich besser in Schule und Familie eingliedern als die Kinder der
Kontrollgruppe. Das Versuchsdesign entsprach den aktuellen wissenschaftlichen
Kriterien. Die Studie wurde auf dem 60. Weltkongress homöopathischer Ärzte in
Berlin vorgestellt.
2. Veris Verlag bietet Seminare zum Kieler
Leseaufbau an Der Veris Verlag ist der Herausgeber des Kieler Leseaufbaus und
hat seinen Sitz in Kiel. Nun hat der Veris Verlag eine neue Abteilung mit dem
Namen Veris Kolleg gegründet mit dem Ziel, qualitativ hochwertige Seminare zu
organisieren. Gegenwärtig werden 3 Seminare angeboten: ein zweitägiges Seminar
zum Kieler Leseaufbau, ein Seminar zum Kieler Rechtschreibaufbau und ein Seminar
zu den Kieler Zahlenbildern, geleitet von Frau Weber-Hellmann. Mehr Infos
unter http://www.veris-direct.de/kolleg/
3. BZGA veröffentlicht
neue Broschüre über ADHS Die Bundeszentrale hat eine neue
Informationsbroschüre für Eltern zum Thema ADHS veröffentlicht, die kostenlos
bestellt bzw. als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Die Broschüre kann
gewinnbringend in der Elternarbeit eingesetzt werden und eventuell den Kauf
eines Elternratgebers ersetzen. Die insgesamt empfehlenswerte Broschüre hat
einen Umfang von 44 Seiten und kann unter folgender URL bezogen werden
http://www.bzga.de/?uid=8a292fa53a9396bb41abd9c21f9dd412&id=medien&sid=73&idx=1172
4.
Hoffnung auf Notenbefreiung bei Dyskalkulie in Niedersachsen Der
niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann legte einen neuen Erlassentwurf
zur Förderung von Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen,
Rechtschreiben und Rechnen vor. Zum ersten Mal werden Rechenschwierigkeiten
berücksichtigt. Laut dem neuen Erlassentwurf kann bei Vorliegen einer
Dyskalkulie während der Grundschulzeit in "begründeten Ausnahmefällen" ein
"Abweichen von den Maßstäben der Leistungsbewertung" beantragt werden. Die
Entscheidung über die Abweichung treffen dabei die Lehrer in der
Klassenkonferenz. Nachteilsausgleiche seien jedoch vorrangig anzuwenden (z.B.
stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen). Ob und in welcher Form dieser
Entwurf in Kraft tritt, steht noch nicht fest. Weitere Infos
unter http://www.mk.niedersachsen.de/master/C9614165_N12132_L20_D0_I579.html
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5.
Fachbuch über Diagnostik von Konzentration und Aufmerksamkeit Von Büttner und
Schmidt-Atzert ist bei Hogrefe das Buch mit dem Titel "Diagnostik von
Konzentration und Aufmerksamkeit" erschienen. Einleitend werden die Konzepte
Konzentration und Aufmerksamkeit voneinander abgegrenzt und Schwierigkeiten bei
der Diagnostik beschrieben. Weiterhin werden die aktuellen Testverfahren
vorgestellt. Im letzten Teil des Bandes werden Besonderheiten der Diagnostik von
Konzentration und Aufmerksamkeit in den Anwendungsbereichen Vorschule, Schule
sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie erörtert.
6. Studie über
Familienbeziehungen hyperaktiver Kinder In einer Studie von Christoph Käppler
von der Universität Zürich wurde mit Hilfe des Familien-Identifikations-Tests
die Familienbeziehungen hyperaktiver Kinder zu verschiedenen Zeitpunkten
untersucht. Dabei zeigte sich nach einer integrativen Behandlung über 18 Monaten
bei den Kindern ein positiveres Selbstkonzept und ein gewachsenes familiäres
Integrationserleben. Weiterhin weist die Studie darauf hin, dass sich Mütter und
Väter in einem extrem geringen Ausmaß mit dem hyperkinetischen Kind
identifizieren, wobei sich die Identifikation zu den Geschwistern im
unauffälligen Bereich befindet. Der Autor deutet dies als eine
Außenseiterstellung von Kindern mit ADHS innerhalb der Familie. (Zeitschrift
Kindheit und Entwicklung. 2005. Heft 1. Christoph Käppler: Familienbeziehungen
bei hyperaktiven Kindern im Behandlungsverlauf).
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