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Fortbildung
Zahlreiche Fortbildungen zu ADHS, LRS & Dyskalkulie
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Newsletter 6/2004 www.legasthenietherapie-info.de

Inhalt:

1. Anlautbilder zum freien Download
2. Ausbildung zum Dyskalkulietherapeuten
3. ADHS-Seminar für Logopäden
4. Nährstofftherapie bei ADHS
5. Neues von den Budenberg-Lernprogrammen
6. Geschlechtsunterschiede bei Legasthenie
7. Weltkongress der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Berlin
8. ADHS und Legasthenie – Linkage-Analyse ergibt potenzielle gemeinsame Grundlage
9. Internes


1. Anlautbilder zum freien Download
Sehr schöne Anlautbilder finden sich zum freien Download auf der Seite www.eugentraeger.de. Anlautbilder werden in der Legasthenietherapie bei Kindern eingesetzt, die Probleme beim Erlernen von Laut-Graphem-Verbindungen aufweisen. Der Verlag Eugen Träger bietet auf seiner Homepage unter der Rubrik „Kostenloser Download" die Anlautbilder im WFM-Format an. Laden Sie die Datei LESEZEICHEN auf Ihre Festplatte und öffnen Sie diese mit einem Doppelklick. Laden Sie die einzelnen Bilder in Ihre Bildbearbeitung und drucken Sie diese schließlich aus.

 

2. Ausbildung zum Dyskalkulietherapeuten
Eine recht interessante Ausbildung zum Dyskalkulietherapeuten hat das IFL (Institut für Lerntherapie & Familienberatung) in Pforzheim auf die Beine gestellt. Die Fortbildung findet berufsbegleitend am Wochenende statt und teilt sich auf in einen fachdidaktischen Baustein (Diagnostik und Therapie rechenschwacher Kinder) sowie in einen fachübergreifenden Teil (lerntherapeutische Kompetenzen). Insgesamt kostet die Ausbildung 3800 Euro (315 Unterrichtseinheiten). Es kann jedoch auch nur der fachdidaktische Teil belegt werden (1280 Euro). Plätze sind noch verfügbar. Der erste Fortbildungstermin findet am 19./ 20. Juni statt. Mehr Infos unter 07231 / 290895 (Herr Klawon).

 

Materialien für die Dyskalkulietherapie

Lehrgang Textaufgaben
& Training Einmaleins
www.lernmaterialien-shop.de

 

3. ADHS Seminar für Logopäden
Am 18.09.04 findet in Rheine von 10 bis 18 Uhr ein Seminar über ADHS statt, welches sich speziell an Logopäden richtet. Dr. Ulrich Kohns ist niedergelassener Kinderarzt und ärztlicher Psychotherapeut und wird über das klinische Bild der ADHS und sinnvolle Therapieansätze referieren. Die typischen Symptome der ADHS und die Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen werden erarbeitet. Das Seminar soll laut Veranstalter helfen, die Möglichkeit zum Mitwirken logopädischer Praxen bei der Diagnose und Therapie der ADHS nicht zu verpassen. Kostenpunkt: 100 Euro. Mehr Infos unter http://www.logofobi.de/

 

4. Nährstofftherapie bei ADHS
Von Georg Keller und Marie-Therese Zierau ist ein Buch zum Thema Nährstofftherapie bei ADHS erschienen. Keller arbeitet als Lehrbeauftragter für Ernährung und Diäthetik an der Heine-Universität Düsseldorf. In seinem Fachbuch vertritt er die These, dass eine spezifische Diät mit ungesättigten Fettsäuren als Basistherapie bei Kindern mit ADHS eingesetzt werden sollte. Ungesättigte Fettsäuren (Omega-2- und Omega-6-Fettsäuren) befinden sich insbesondere in fettem Fisch (Thunfisch, Lachs, Makrele) und in pflanzlichen Ölen. Auch Zink und Magnesium fehle den Betroffenen oft in ausreichendem Maße. Nach Keller wird die Symptomatik bei betroffenen Kindern um bis zu 20 Prozent gesenkt. ISBN Nummer: 3426669358, Titel: Hilfe bei AD(H)S.

 

5. Neues von den Budenberg-Lernprogrammen
Die Fördersoftware „Budenberg-Lernprogramme" hat sich insbesondere in der Dyskalkulietherapie bewährt. Der Autor der Software, Herr Schleisiek, bietet nun größeren Therapieeinrichtungen und Schulen eine didaktische Beratung vor Ort an. Diese besteht in der Regel aus einem 2-stündigen Vortrag über die Nutzung der BB-Programme. Weiterhin wurde
auf der Webseite ein Forum über die Anwendung der Software eröffnet. Auch gibt es jetzt eine Demo-Version der Windows-Software. Nähere Infos unter www.budenberg.de

 

6. Geschlechtsunterschiede bei Legasthenie
Rutter et. al (2004) fasst in einem Review vier Untersuchungen zur Prävalenz von Legasthenie bei Mädchen und Jungen zusammen. In seine Metastudie gehen die „Dunedin Multidisciplinary Health and Development Study" (n=989), die „Christchurch Health and Develpment Study" (n=895), Daten des „Office for National Statistics" (n=5752) und die „Environmental Risk Longitudinal Twin Study" (n=2163) ein. Ohne Berücksichtigung des IQ zeigten in der Dunedin Studie 21,6 % der Jungen (7,9 Prozent) Leseprobleme. In der Christchurch Studie waren es 20,6% (9,8 Prozent), in der ONS Studie 17,6% (13 Prozent) und in der ER Studie wiesen 18 % Prozent der Jungen (13 Prozent) Leseschwierigkeiten auf. In Klammer wird der Prozentsatz der Mädchen mit Leseproblemen genannt. Unter Berücksichtigung des IQ (also Legasthenie) zeigten sich ähnliche Verhältnisse zwischen Jungen und Mädchen (durchschnittliches Verhältnis circa 1:1,6). Die Untersuchung ist erschienen in der Zeitschrift JAMA, Nr. 16, Seite 2007-2012.

 

7. Weltkongress der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Berlin
Eine wissenschaftlich hochrangige Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus: Erstmals in seiner Geschichte findet der Weltkongress für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland statt. Vom 22. bis 26. August treffen sich rund 2.000 Ärzte und Wissenschaftler aus über 60 Ländern zum „16th World Congress of the International Association for Child and Adolescent Psychiatry and Allied Professions (IACAPAP)" in Berlin.
Der Kongress steht unter dem Motto „Erleichterung von Lebenswegen – Versorgung, Behandlung und Prävention von seelischen Erkrankungen". Zur Sprache kommt das gesamte Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie, erläutert Kongresspräsident Remschmidt: „Der Schwerpunkt wird auf aktuellen Studienergebnissen liegen, wie seelischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sinnvoll vorgebeugt werden kann und welche Therapiemethoden sich bewährt haben. Dazu tragen Referenten aus allen Erdteilen ihre neusten Erkenntnisse vor." Große Bedeutung haben Themen wie Depressionen, Essstörungen, Schizophrenie, Epilepsie, Autismus oder die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Prof. Remschmidt: „In speziellen Kursen und Workshops werden diese und weitere Erkrankungen intensiv und von verschiedenen Seiten beleuchtet." Diskutiert werden vor allem neue diagnostische Methoden wie die bildgebenden Verfahren sowie psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.
Weitere Kongress-Infos im Internet: www.iacapap-berlin.de
Quelle: DGKJP

 

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8. ADHS und Legasthenie – Linkage-Analyse ergibt potenzielle gemeinsame Grundlage
Aufmerksamkeitsdefizite und Leseschwächen im Kindesalter treten nicht selten gemeinsam auf: Schätzungen zufolge weist jedes vierte bis fünfte Kind mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine solche Lesestörung auf.
In einer systematischen genomweiten Analyse im Hinblick auf das Lesevermögen von 233 Geschwisterpaaren mit ADHS identifizierten Wissenschaftler um Dr. Sandra K. Loo vom Neuropsychiatric Research Institute in Los Angeles vier Chromosomen-Regionen mit möglicherweise einer Leseschwäche zugrundeliegende Genen.
Die Lesefähigkeit der Kinder wurde in drei verschiedenen Tests – Buchstabieren, Wiedererkennen sowie Verstehen des Gelesenen – ermittelt, wobei das Abschneiden in den einzelnen Aufgaben jeweils deutlich miteinander korrelierte.
Mittels engmaschiger Analyse des Genoms suchten die Forscher nach möglichen gekoppelten Genen; ein solches Linkage wurde bei einer – aufgrund des Verwandtschaftsgrades nicht zu erwartenden – Häufung gemeinsamer molekularer Marker innerhalb der Geschwisterpaare bestimmt. Dies traf für vier Regionen auf den Chromosomen 2p, 10q, 16p und 17q zu. Drei der Orte (10q, 16p, 17q) überlappten mit Regionen, die in früheren Untersuchungen mit ADHS in Verbindung gebracht worden waren; die Region auf 2p dagegen mit einem möglicherweise mit einer Leseschwäche verbundenen Ort.
Diese Ergebnisse stützten die Annahme, dass an ADHS und Leseschwäche gemeinsame Gene beteiligt sein könnten, aber auch, dass die genetischen Grundlagen des Lese(un)vermögens sich auch von denen eines ADHS unterscheiden können.
Quelle: Molecular Psychiatrie

 

9. Internes
Nachrichten werden gegenwärtig häufiger aktualisiert, so dass ein Besuch auf www.legasthenietherapie-info.de lohnt. Spezifische Übungsblätter für die Dyskalkulietherapie (Addition, Subtraktion, Mengenbegriff) sind in Vorbereitung und werden in den nächsten Wochen veröffentlicht. Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich Ende Juli.

 

 

 


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