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Newsletter 11/2004 www.legasthenietherapie-info.de

Inhalt:

1. Anti-Stress-Training für Kinder
2. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie
3. Legastheniekongress in Marburg
4. Lesenswerter Grundlagentext über Legasthenie
5. Eltern von ADHS-Kindern warten zwei Jahre auf richtige Diagnose
6. Deutscher Mathematiktest für zweite Klassen
7. Budenberg Update 10/04

 

1. Anti-Stress-Training für Kinder
Beim Anti-Stress-Training (AST) für Kinder von Hampel und Petermann handelt es sich um ein kognitiv-behaviorales Training, das mittlerweile in der zweiten überarbeiteten und erweiterten Auflage vorliegt. Durch das Training sollen die Kinder lernen, Belastungssituationen zu erkennen, günstige von ungünstigen Verarbeitungsmechanismen zu unterscheiden und wirkungsvolle Strategien wie Entspannungsverfahren oder positive Selbstinstruktionen einzuüben. Das AST besteht aus mehreren Manualen, die sich an verschiedene Indikationsgruppen richten (als präventive Maßnahme, als Baustein für andere Therapieprogramme und Interventionsformen, die sich an Kinder richten, die schon an stressbezogene Erkrankungen leiden).

 

2. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Vom 16. bis 19.03.2005 findet der 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg statt. Die Teilnahmegebühren für den Kongress betragen 180 Euro für Nichtmitglieder. Tageskarten und ermäßigte Eintrittspreise sind jedoch erhältlich. Zu den Referenten gehören Schulte-Körne („Phonologische Aspekte der umschriebenen Entwicklungsstörungen“), Neuschaefer-Rube („Sprachentwicklungsstörungen“) und Wolke („Frühkindliche Regulationsstörungen und ADHS“). Weitere Informationen zum Kongress finden sich unter der nachstehenden URL.
http://www.ctw-congress.de/dgkjp/programm_2.html

 

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3. Legastheniekongress in Marburg
Am Samstag den 6. November fand die 12. Interdisziplinäre Fachtagung für Legasthenie und Dyskalkulie in Marburg statt. Unter anderem stellte Prof. Schulte-Körne das Marburger Rechtschreibtraining vor und Dr. Thomas Jans von der Uni Würzburg referierte über das gemeinsame Auftreten von Legasthenie und Dyskalkulie. Jans wies darauf hin, dass bei ca 40 Prozent der Legastheniker auch eine Dyskalkulie vorliege, die jedoch in der Praxis häufig nicht diagnostiziert werde. Als gemeinsame Bedingungen für Legasthenie und Dyskalkulie werden Gedächtnisdefizite, raumanalytische Schwierigkeiten, auditiv-sprachliche Schwierigkeiten und Konzentrationsstörungen angenommen.
Prof. Schulte-Körne wies in seinem Vortrag noch einmal darauf hin, dass für basale Trainingsverfahren, Kinesiologie, Davis-Methode und sensumotorische Trainingsverfahren keine Wirksamkeitsstudien vorliegen. Therapeuten sollten sich stattdessen auf Therapiemethoden konzentrieren, deren Effektivität empirisch gesichert sei. Weiterhin erläuterte Schulte-Körne, dass gegenwärtig Anstrengungen unternommen werden (z.B. vom Land Hessen), die LRS-Therapie wieder innerhalb des Schulsystems zu integrieren, sodass nur noch in Ausnahmefällen Therapien außerhalb der Schule durchgeführt werden.

 

4. Lesenswerter Grundlagentext über Legasthenie
Unter der URL http://www.neuro24.de/lrs.htm findet sich ein umfassender Grundlagenartikel über Legasthenie, der diese als Hirnfunktionsstörung interpretiert und sich kritisch mit Förderprogrammen basaler Trainings auseinandersetzt. Weiterhin werden die therapeutischen Richtlinien für eine LRS-Therapie und der Erlass der Kultusministerkonferenz ausführlich dargestellt.

 

5. Eltern von ADHS-Kindern warten zwei Jahre auf richtige Diagnose
Das Pfalzinstitut für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Klingenmünster präsentierte die Ergebnisse einer internationalen Untersuchung, die auf die Schwierigkeiten der Diagnostik von ADHS hinweist. Dr.med. Brünger berichtete, dass die Eltern von Kindern mit ADHS im Durchschnitt zwei Jahre auf die Diagnose warten (Zeitspanne zwischen erstem medizinischen Kontakt bis zur richtigen Diagnosestellung). Bei rund einem Viertel der Kinder dauert es länger als drei Jahre, bis die Störung richtig diagnostiziert wird.

 

6. Deutscher Mathematiktest für zweite Klassen
Seit kurzem ist der Mathematiktest für zweite Klassen (DEMAT 2+) von Krajewski, Liehm und Schneider bei der Testzentrale für 49,80 Euro erhältlich. Er eignet sich zur Überprüfung der mathematischen Kompetenz von Grundschülern in Bezug auf die Lehrpläne der zweiten Klasse. In den Subtests werden Zahleneigenschaften, Längenvergleich, Addition, Subtraktion, Verdoppeln, Halbieren, Division, Rechnen mit Geld, Sachaufgaben und Geometrie überprüft. Es liegen getrennte Normen für das Ende des zweiten Schuljahres und den Beginn des dritten Schuljahres vor. Die Bearbeitungsdauer beträgt 30 Minuten.
http://www.testzentrale.de

 

Materialien für die Dyskalkulietherapie

Lehrgang Textaufgaben
& Training Einmaleins
www.lernmaterialien-shop.de

 

7. Budenberg Update 10/04
Seit zwei Wochen ist ein neues Update der Budenberg Lernprogramme erhältlich, die ursprünglich für Sonderschulen entwickelt wurden, jedoch hervorragend für die Dyskalkulie- und Legasthenietherapie (Festigung Laut-Grafem-Verbindung und Verringerung von Wortdurchgliederungsfehlern) eingesetzt werden können. Hinzugekommen ist das Unterprogramm VERDOPPELN (Klasse 1 und 2), welches das Verdoppeln und Halbieren von Mengen im Zahlenbereich 10/20/100 trainiert. Im ersten Level erfolgt die Veranschaulichung anhand von farbigen Kugeln, Rechtecken oder Geldstücken. Im zweiten Level wird die Mechanisierung auf Ziffernebene in Form von Temporechnen mit Belohnungskugeln durchgeführt. Neu ist auch das Programm BUCHSTABEN, bei dem die Festigung der Zuordnung von Buchstaben und Laut traininert wird. Im Unterprogramm LESETRAINING (Klasse 2) wurde die Anzahl der Aufgaben je Gruppe von 16 auf 24 erweitert.
http://www.budenberg.de

 

8. Internes: Auf der Seite links-legasthenie http://www.legasthenietherapie-info.de/links-legasthenie.html befindet sich eine Auswahl an Instituten, die Therapieausbildungen im Bereich Legasthenie anbieten. Auf Basis der im Internet verfügbaren Informationen wurden relativ strenge Kriterien angelegt: Die zu vermittelnden Inhalte der Funktionstherapie sollten empirisch begründbar sein und die psychotherapeutischen Interventionsmethoden von einem klinischen Psychologen gelehrt werden. Bitte prüfen Sie bei ernsthaftem Interesse die Angebote sehr genau. Achtung: Eine absolvierte Ausbildung führt nicht automatisch zur Anerkennung durch die Kostenträger

 

 

 


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