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Autismus gehört nach dem ICD-10 und dem DSM-IV zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Die Störung besteht von frühester Kindheit an und bleibt bis ins Erwachsenenalter vorhanden.
Im ICD-10 wird dann ein frühkindlicher Autismus diagnostiziert, wenn
Als komorbide Erkrankung findet sich bei ca. 20 bis 30 Prozent eine Epelepsie, die jedoch in der Regel erst ab der späten Adoleszenz auftritt
Störung der sozialen Beziehungen
Kinder mit frühkindlichem Autismus zeigen von sich aus kein Kontakt- und Bindungsverhalten. Auf zärtliche Zuwendung der Bezugspersonen wird nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß reagiert und der Kontakt zu den Eltern wird nicht gesucht. Auch der Blickkontakt ist auffällig. Er wirkt starr, wie ein "Hindurchblicken". Im Kindesalter bilden sich diese Auffälligkeiten teilweise zurück. Der Kontakt zu Gleichaltrigen bleibt jedoch problematisch. Hier kann es zu Kontaktverweigerungen kommenaber auch zu aggressiven Verhaltensweisen gegenüber Mitschülern.
Störung der Kommunikation
Bei Kindern mit frühkindlichem Autismus lässt sich in der Regel eine Verzögerung der Sprachentwicklung feststellen. Auch das Sprachverständnis ist gestört. Schon während der Säuglingsphase "plappern" diese Kinder in geringerem Ausmaß. Bei ca. der Hälfte der Kinder entwickelt sich keine sinnvolle Sprache.
Beim Sprechen zeigen Kinder mit frühkindlichem Autismus Wortneuschöpfungen und Echolalie (Wiederholung gehörter Worte). Die Sprachmelodie ist eintönig und man findet auch einen "abgehackten" Sprechrhythmus.
Stereotype Verhaltensweisen
Ritualistische und stereotype Verhaltensweisen zeigen sich insbesondere beim Spielverhalten. Die betroffenen Kinder spielen ohne Phantasie in stereotyper Weise (z.B. Durchführung immer gleicher Bewegungen der gleichen Bauklötze). Die stereotypen Verhaltensweisen finden ihre Ursache in einem ängstlich, zwanghaften Bedürfnis nach Gleicherhalt von Umwelt und Abläufen. So kommt es auch beispielsweise bei Änderungen im Tagesablauf oder oder Veränderungen in der unmittelbaren Umwelt zu starken affektiven Reaktionen. Weitere Stereotypen, die von zahlreichen Autoren als Selbststimulation gedeutet werden können sind Fächerbewegungen der Hände von or den Augen und rasches Herumpendeln mit dem Kopf.
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